Monatsrückblick Oktober


Felix Herrmann

BlackRock Monatsrückblick - Oktober 2020

Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei BlackRock, gibt seine Einschätzung zum vergangenen Monat.

Der Oktober 2020

Unser Monatsrückblick auf den Punkt gebracht in 2 1/2 Minuten.

Von wegen goldener Oktober

Mit dem Oktober 2020 kam auch die Erkenntnis, dass der bevorstehende Winter aufgrund der Corona-Pandemie ein erheblich härterer werden könnte als noch im Sommer gehofft. Ein erneuter Anstieg der Corona-Fallzahlen war zwar eingepreist und dementsprechend auch die erhöhte Wahrscheinlichkeit von abermaligen gezielten Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie. Und auch, dass ausgeweitete Testkapazitäten rasch ein zumindest offiziell neues Rekordhoch bei den Infektionszahlen hervorbringen würden, war abzusehen. Die Rasanz, mit der sich die Pandemie gerade in Europa zum Herbstbeginn ihren Weg bahnte, war jedoch letztlich für viele Marktteilnehmer eine negative Überraschung. So erreichten etwa in Deutschland die Neuinfektionszahlen bereits Ende Oktober jenes Niveau, welches Kanzlerin Merkel in einem unvorteilhaften Szenario noch vor wenigen Wochen für die Weihnachtszeit als Worst-Case-Szenario an die Wand geworfen hatte. Der „Lockdown-Light“ hier in Deutschland und in anderen europäischen Ländern war die logische Konsequenz dieser dynamischen Entwicklung.

Die Aktienmärkte hier in Europa gehörten entsprechend zu den großen Verlierern des Monats Oktober. Beim DAX ging es um satte 9,4 Prozent abwärts. Der MSCI Eurozone verlor 5,6 Prozent. Der Faktor Value fiel im Vergleich zum Faktor Momentum in Richtung des Jahrestiefs. Die Volatilität der Aktienmärkte stieg deutlich an. Renditen deutscher Staatsanleihen fielen analog auf den niedrigsten Stand seit März dieses Jahres.

Anleger sorgten sich naheliegenderweise vor einem abrupten Ende des schwungvollen und bis hierhin nahezu V-förmigen Aufschwungs, den wir seit dem Ende des ersten Lockdowns erlebt haben. Obwohl diese Sorge alles andere als unberechtigt ist, spricht aus unserer Sicht einiges dafür, dass die negativen Folgen des nun beginnenden zweiten Lockdowns weniger verheerend ausfallen dürften als die des ersten im Frühjahr. Die Industrie sollte dank der gesammelten Erfahrungen während des ersten Lockdowns wesentlich besser durch die nun bevorstehende Phase kommen. Stark betroffene Berufsgruppen wie etwa Hoteliers und Restaurantbesitzer werden recht umfassend entschädigt. Gleichzeitig bleiben Kitas und Schulen offen – ein Faktor, der häufig unterschätzt wird, jedoch für das Funktionieren der Wirtschaft enorme Wichtigkeit besitzt und letztlich dazu beitragen wird, dass der Trade-Off zwischen höheren Fallzahlen und eingeschränkter Mobilität der Menschen weniger ungünstig ist als noch im zweiten Quartal.

Zu den großen Gewinnern im abgelaufenen Monat zählten derweil asiatische Aktien, dank derer Schwellenländeraktien insgesamt im Oktober sogar ein leichtes Plus verbuchen konnten (MSCI Emerging Markets +2,0 Prozent). Asiatische Aktien profitierten zuletzt gleich von zwei gewichtigen Faktoren. Zum einen von dem sehr viel erfolgreicheren Handling der Corona-Krise. Die Fallzahlen in China sind im Oktober um weniger als 1000 angestiegen. Somit stehen zumindest was die Binnenkonjunktur betrifft die Ampeln in Asien weiterhin auf grün. Zum anderen nährten die guten Umfragewerte für Joe Biden einerseits die Hoffnung auf eine weniger erratische und somit besser prognostizierbare US-Außenpolitik in den kommenden Jahren sowie andererseits auf ein umfassendes US-Stimuluspaket, von dem letztlich auch und vor allem die Exportfirmen in Asien die großen Nutznießer sein dürften.


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