EUROPÄISCHE AKTIEN:
WARUM GERADE JETZT UND WIE?


Juli 2020

iShares by BlackRock ist ein weltweit führender Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs), also börsengehandelten Fonds.* Mehr erfahren > 

Europäische Aktien waren während der gesamten Covid-19-Pandemie Nachzügler am Markt. Aber die Stimmung scheint sich gerade zu drehen – dank des Krisenmanagements und der politischen Maßnahmen in Europa.

Warum Europa - und warum jetzt?

Wie man in unserem Anlageleitfaden zur Jahresmitte nachlesen kann, haben wir kürzlich europäische Aktien auf übergewichtet heraufgestuft. Warum erscheint uns Europa zunehmend attraktiver?

Dafür sprechen vier Zielgrößen näher, die Anleger anstreben können, wenn sie europäische Aktienengagements, egal ob aktive oder passive, in den Blick nehmen möchten: Selektivität, Ertrag, Resilienz und Value.

Diese vier Bereich haben wir aus folgenden Gründen ausgewählt:

  • Selektivität: Wir glauben, dass eine hohe Streuung über europäische Benchmarks die Tür für eine Outperformance öffnen könnte.
  • Ertrag: Da die Zinsen weltweit sinken, müssen sich renditehungrige Investoren anderswo nach Einkommen umsehen – und bei europäischen Aktien gibt es überzeugende Möglichkeiten.
  • Resilienz: Diversifizierung auf Ebene der Anlageklassen reicht möglicherweise nicht mehr aus, um ein Portfolio widerstandsfähig zu machen: Europäische Aktien bieten verschiedene Möglichkeiten zur Absicherung.
  • Value: Wir sehen Potenzial für einen zyklischen Aufschwung, von dem Europa profitieren dürfte und der Value-Chancen in verschiedenen Teilen des Marktes eröffnen könnte.

2020 kam es als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie zu einem beispiellosen globalen Abschwung. Da sich die Volkswirtschaften jetzt langsam wieder öffnen, könnten europäische Aktien unserer Ansicht nach ein vergleichsweise attraktives zyklisches Engagement darstellen – dank der Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der deutlichen politischen Reaktionen auf die Krise. Der strenge Lockdown in vielen europäischen Ländern und die Vorsicht beim Rückfahren der Maßnahmen scheinen sich auszuzahlen: Die Aktivitätsdaten deuten darauf hin, dass die europäischen Verbraucher bereitwilliger als anderswo in den Einzelhandel zurückkehren. Auch das Risiko einer zweiten Infektionswelle ist unserer Ansicht nach hier geringer. Auf dem alten Kontinent wurden die Fiskalstimuli deutlich verstärkt, während die Europäische Zentralbank (EZB) ein Finanzpaket ohnegleichen geschnürt hat, das nicht mehr hinter dem der US-Notenbank (Fed) zurücksteht.

Die Stimuli-Maßnahmen in Europa haben lange Zeit auf die Geldpolitik gebaut, die nur in geringem Maße haushaltspolitisch koordiniert war. Nach dem beispiellosen Covid-19-Schock sehen wir nun endlich Schritte zu einer sinnvollen fiskalpolitischen Unterstützung. Die Regierungen haben mutiger reagiert als in früheren Krisen. Vor allem hat Deutschland nicht nur lokale Unterstützung zugesagt, sondern sich auch dafür eingesetzt, über einen Wiederaufbaufonds eine Vergemeinschaftung von Schulden zu ermöglichen. Zwar hat der Fonds noch nicht alle Hürden genommen, aber er könnte mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro einen großen Schritt in Richtung auf europäische Solidarität darstellen. Dies könnte die Haushaltskonsolidierung befördern, das Risiko eines Auseinanderbrechens der Eurozone schmälern und die Risikoprämie für europäische Aktien gegenüber anderen Regionen verringern.

Stimuli-Maßnahmen als Reaktion
auf die Krise (% des BIP)

European Equities Graph 1

Quelle: McKinsey & Company, basierend auf Daten von IMF, 1. Juni 2020

Zudem scheinen Anleger europäische Risikoanlagen bei der jüngsten Marktkorrektur offenbar zu stark abgestraft zu haben. Seit Jahresbeginn lagen die Abflüsse aus Index- und aktiven europäischen Aktienengagements bei 30,8 Mrd. USD.1 Während der Erholungsrallye sind europäische Aktien hinter ihren US-amerikanischen und japanischen Gegenstücken zurückgeblieben. Die Stimmung für globale europäische Aktien-ETPs verbesserte sich erst Anfang Juni wieder langsam, als Teil einer breiten Rotation in Richtung Value-Aktien. Im Juni hellte sich die Stimmung auch jenseits des Atlantiks auf: Die in den USA notierten europäischen Aktien-ETPs legten um 2,8 Mrd. USD zu.2 Bei unserer iShares Produktpalette im Bereich europäischer Aktien haben wir seit Jahresbeginn eine Performance-Spanne von 44 % beobachtet, wobei die Wertentwicklung im Bereich traditionell besonders beliebter europäischer Indizes gedämpfter war als bei selektiveren Benchmarks.

Simulation der BIP-Auswirkungen von Lockdowns in den USA und im Euroraum, 2020-2023

European Equities Graph 2

1 Quelle: Daten des EPFR vom 25. Juni 2020.

2 Quelle: EPFR-Daten: BlackRock und Markit, Stand: 24. Juni 2020. Vergangene Zu- und Abflüsse sind kein Anhaltspunkt für aktuelle oder zukünftige Zu- und Abflüsse und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als einziger Faktor berücksichtigt werden. Sofern nicht anders angegeben, sind die Zahlen in US-Dollar angegeben.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 800 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 1,85 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock, der im Auftrag seiner Kunden mehr Geld verwaltet als jede andere Investmentgesellschaft (7,32 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen, 30. Juni 2020).

 

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