Happy New Chinese Year:
MSCI erhöht China A-Shares Anteil im MSCI EM Index

Felix Herrmann
Felix Herrmann
Kapitalmarktstratege
März 2019

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Langsam(er), aber sicher

Am 4. Februar endete in China das Jahr des Hundes – am Tag darauf begann das Jahr des Schweines. Nach dem chinesischen Horoskop verspricht das Schwein Glück, Reichtum und Zufriedenheit. Das anhaltend hohe Wachstum der chinesischen Wirtschaft dürfte dem Streben der Chinesen beim Erreichen dieser erstrebenswerten Ziele sicher behilflich sein.

Allerdings wird wohl auch das Reich der Mitte im Jahr 2019 langsamer wachsen als noch im Vorjahr. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Wachstum von 6,2 Prozent – was für westliche Ohren viel erscheinen mag, käme jedoch dem geringsten chinesischen Expansionstempo seit 28 Jahren gleich. Während der chinesische Konsument der Haupttreiber des Wachstums bleibt, drückt unter anderem die Entscheidung der Regierung in Peking, dem hohen Schuldenberg im Lande den Kampf anzusagen, das Wachstum. Strengere Kreditvergaberichtlinien sowie die stärke Regulierung des Schattenbankensektors lasten auf der Investitionsfreude vieler chinesischer Unternehmen – und das kostet nun einmal Wachstum.

 

Rund um den Handelskrieg

Noch stärker dürfte das chinesische Wachstum in der näheren Zukunft allerdings unter rückläufigen Exporten leiden – insbesondere unter rückläufigen Exporten in Richtung des wichtigsten Handelspartners der Chinesen: in die USA. Selbst im Falle einer Einigung zwischen den beiden Verhandlungspartnern USA und China ist bereits bis heute enormer Schaden angerichtet worden. Ein Deal in Sachen Handel könnte im Jahr des Schweines dennoch in Reichweite gelangen, denn: das Schwein legt großen Wert auf Freundschaft und Toleranz. Tatsächlich spricht aber natürlich eher der zunehmende ökonomische Druck, der auch und vor allem auf den agierenden Personen lastet aus unserer Sicht für eine sukzessive Annäherung. Während sich beide Länder beim Thema Handel einigen könnten (etwa hinsichtlich der Frage, welche Güter China zukünftig vermehrt aus den USA importieren wird), dürfte uns das Duell um die Vorherrschaft beim Thema Technologieführerschaft allerdings wohl noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte begleiten.

Auf globaler Bühne

Steht in diesem Jahr unter dem Strich ein geringeres Wachstum in China zu Buche, wäre dies auch auf globaler Bühne zu spüren, da die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den letzten Jahren im Schnitt für nicht weniger als rund ein Drittel des globalen Wachstums verantwortlich gewesen ist. Um jedoch eine übermäßige Entschleunigung der Wachstumsdynamik zu vermeiden, steuert die chinesische Regierung bereits jetzt kräftig gegen. Einerseits unternimmt die Zentralbank expansive Schritte, wie etwa die Senkung des Mindestreservesatzes, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Zudem sind Steuersenkungen sowie zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen geplant. Insgesamt könnte Peking zur Stabilisierung der Wirtschaft umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar in die Hand nehmen. Letzten Endes werden all diese Maßnahmen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen können, dass China auf dem Weg zu einer „normalen“ Volkswirtschaft ist. Der Transformationsprozess ist bereits in vollem Gange. Das Verhindern einer harten Landung in Sachen Wachstum ist hingegen aus Sicht Pekings wohl alles andere als ein Selbstzweck, da die kommunistische Partei Chinas im Jahr 2021 ihr 100-jähriges Bestehen feiern wird. Und da möchte man dem Volk und der Welt sicher ein prosperierendes Land präsentieren.

Letzten Endes werden all diese Maßnahmen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen können, dass China auf dem Weg zu einer „normalen“ Volkswirtschaft ist. Der Transformationsprozess ist bereits in vollem Gange. Das Verhindern einer harten Landung in Sachen Wachstum ist hingegen aus Sicht Pekings wohl alles andere als ein Selbstzweck, da die kommunistische Partei Chinas im Jahr 2021 ihr 100-jähriges Bestehen feiern wird. Und da möchte man dem Volk und der Welt sicher ein prosperierendes Land präsentieren.

China-A Erhöhung im MSCI EM

Apropos Feiern: MSCI wird den Anteil chinesischer A-Aktien demnächst von 0,7 Prozent auf knapp drei Prozent erhöhen, wobei das nur ein Zwischenschritt sein dürfte in Richtung einer immer stärker wachsenden Bedeutung chinesischer Aktien in großen globalen Indizes. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb chinesische Aktien aktuell sehr beliebt sind. Auch das Drücken der Pausetaste seitens der US-Notenbank beflügelt Schwellenländeraktienmärkte.

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Fondsspezifische Risiken

Anleger sollten beachten, dass der Wert von Anlagen in Schwellenländern stärkeren Schwankungen unterliegen kann als Anlagen in etablierteren Volkswirtschaften. Dies kann auf Unterschiede bei den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen oder auf wirtschaftliche oder politische Instabilität zurückzuführen sein. Auslandsanlagen werden von Wechselkursbewegungen beeinflusst.
Kontrahentenrisiko: Die Insolvenz von Unternehmen, die Dienstleistungen, wie die Verwahrung von Vermögenswerten übernehmen, oder als Gegenpartei bei Derivaten oder anderen Instrumenten handeln, kann die Anteilsklasse Verlusten aussetzen.
Kreditrisiko: Der Emittent eines vom Fonds gehaltenen Vermögensgegenstandes zahlt möglicherweise fällige Erträge nicht aus oder zahlt Kapital nicht zurück. Kann ein Finanzinstitut seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen, werden seine Vermögenswerte von den entsprechenden Behörden gegebenenfalls einer Wertberichtigung unterzogen oder umgewandelt (so genannte „Bail-in-Verbindlichkeiten“), um das Institut zu retten.
Währungsrisiko: Der Fonds legt in anderen Währungen an. Wechselkursänderungen wirken sich daher auf den Anlagewert aus. Derivate reagieren äußerst stark auf Änderungen des Vermögenswerts, der ihnen zugrunde liegt, und können die Höhe der Verluste und Gewinne steigern. Der Fondswert ist demzufolge größeren Schwankungen unterlegen. Die Auswirkungen auf den Fonds können größer sein, wenn Derivate auf umfassende oder komplexe Weise eingesetzt werden. Der Wert von Aktien und aktienähnlichen Papieren wird ggf. durch tägliche Kursbewegungen an den Börsen beeinträchtigt. Weitere Faktoren sind Meldungen aus Politik und Wirtschaft und wichtige Unternehmensereignisse und -ergebnisse.
Liquiditätsrisiko: Geringere Liquidität bedeutet, dass es nicht genügend Käufer oder Verkäufer gibt, um Anlagen leicht zu verkaufen oder zu kaufen.

 

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