Anleihen-ETFs vs. iBonds

Unterschiede & Chancen verstehen

Das Wichtigste in Kürze

  • Anleihen können wieder attraktive Ertragschancen bieten. Durch das gestiegene Zinsniveau sind viele Anleihenmärkte wieder stärker in den Fokus gerückt. Anleihen können regelmäßige Erträge ermöglichen und eine Ergänzung zu Aktien oder klassischen Sparlösungen darstellen.
  • Anleihen-ETFs vereinfachen den Zugang zum Anleihemarkt. Mit iShares Anleihen-ETFs können Anlegerinnen und Anleger breit gestreut in Anleihen investieren – transparent, flexibel und handelbar wie Aktien.
  • iBonds ETFs verbinden Diversifikation mit fester Laufzeit: iBonds ETFs kombinieren die Vorteile eines normalen Anleihen-ETFs mit einem festen Laufzeitende. Dadurch können Anlegerinnen und Anleger ihre Investments gezielter an persönlichen Spar- und Anlagezielen ausrichten.

Diversifikation kann Risiken reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen.

Warum Anleihen aktuell wieder relevanter sind

Das gestiegene Zinsniveau hat Anleihen wieder stärker in den Fokus gerückt. Nach vielen Jahren sehr niedriger oder negativer Zinsen bieten ausgewählte Anleihemärkte wieder attraktivere Renditechancen. Gleichzeitig können sinkende Sparzinsen dazu führen, dass Anlegerinnen und Anleger nach Alternativen suchen, um Ertragschancen längerfristig zu sichern. Anleihen-ETFs können hier eine Möglichkeit sein, gezielt in verschiedene Laufzeiten und Anleihemärkte zu investieren.

Einzelanleihen kaufen? Oft komplexer als gedacht

Der direkte Kauf einzelner Anleihen kann für Privatanlegerinnen und Privatanleger anspruchsvoll sein. Viele Anleihen werden nicht wie Aktien an transparenten Börsen gehandelt, sondern außerbörslich. Häufig sind größere Mindestanlagebeträge erforderlich, und die Auswahl einzelner Emittenten setzt Fachwissen voraus.

Hinzu kommen Fragen wie:

  • Wie kreditwürdig ist der Emittent?
  • Wie liquide ist die Anleihe handelbar?
  • Wie verändert sich der Preis bei steigenden oder fallenden Zinsen?
  • Passt die Laufzeit zum persönlichen Anlageziel?

Lösung: Anleihen-ETFs

Mit einem einzigen Anleihen-ETF erhältst Du Zugang zu einem breit gestreuten Anleiheportfolio – zum Beispiel aus Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder bestimmten Laufzeitsegmenten. Zudem bieten sie die gleichen Vorteile wie übliche ETFs:

  • Transparenz: ETF-Anbieter veröffentlichen regelmäßig Informationen zu Zusammensetzung, Kosten, Renditekennzahlen und Risiken. So behalten Anlegerinnen und Anleger den Überblick darüber, worin sie investieren.
  • Kosteneffizienz: ETFs bilden in der Regel einen Index ab und sind dadurch häufig kostengünstiger als viele aktiv verwaltete Fonds. Zudem kann der ETF-Mantel den Zugang zu Anleihemärkten effizienter machen als der Kauf vieler einzelner Anleihen.
  • Handelbarkeit: Anleihen-ETFs können während der Börsenzeiten gekauft oder verkauft werden. Dadurch bleiben Anlegerinnen und Anleger flexibel.

iBonds ETFs: Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit

Neben klassischen Anleihen-ETFs bietet iShares mit iBonds ETFs eine besondere Lösung: ETFs mit fester Laufzeit.

Klassische Anleihen-ETFs haben in der Regel kein Enddatum. Läuft eine Anleihe im Fonds aus, wird sie durch eine neue ersetzt. iBonds ETFs funktionieren anders: Sie investieren in Anleihen mit ähnlicher Fälligkeit und haben ein festes Laufzeitende.

Am Ende der Laufzeit wird der ETF liquidiert und der verbleibende Fondswert an die Anlegerinnen und Anleger ausgeschüttet.

Was iBonds ETFs besonders macht

  • Planbare Laufzeit: Du wählst einen iBonds ETF mit einem Laufzeitjahr, das zu deinem Anlageziel passt – zum Beispiel 2028, 2030 oder 2032.
  • Regelmäßige Ertragschancen: iBonds ETFs investieren in Anleihen, die laufende Zinserträge erzielen können. Die erwartete Rendite hängt vom Kaufzeitpunkt, Marktpreis, Zinsniveau und den enthaltenen Anleihen ab.
  • Flexibilität während der Laufzeit: Obwohl iBonds ETFs ein festes Laufzeitende haben, können sie während der Börsenzeiten gekauft oder verkauft werden. So bleiben Anlegerinnen und Anleger flexibel, falls sich ihre Ziele oder Lebensumstände ändern.
  • Kein klassisches Festgeld: iBonds ETFs können eine interessante Ergänzung zu Festgeld oder Sparprodukten sein, sind aber keine Einlagenprodukte. Ihr Wert schwankt, und es bestehen Markt-, Zins- und Kreditrisiken.

Wofür können iBonds ETFs eingesetzt werden?

  • Für konkrete Sparziele: Wer für ein bestimmtes Ziel spart – etwa ein Auto, eine Immobilie, Ausbildungskosten oder den Ruhestand – kann die Laufzeit eines iBonds ETFs passend zum geplanten Zeitpunkt auswählen.
  • Für mehr Struktur im Portfolio: iBonds ETFs können helfen, Anlagehorizonte gezielt abzubilden. Anlegerinnen und Anleger können verschiedene Laufzeiten kombinieren und so eine gestaffelte Anleihenstruktur aufbauen.
  • Für die Ruhestandsplanung: Kurz vor oder während des Ruhestands kann es sinnvoll sein, Teile des Portfolios planbarer und weniger aktienlastig zu strukturieren. iBonds ETFs können dabei helfen, bestimmte Ausgabenzeiträume gezielt abzudecken.
  • Als mögliche Alternative zur vorzeitigen Kreditrückzahlung: In bestimmten Situationen können Anlegerinnen und Anleger prüfen, ob eine Anlage in einen iBonds ETF attraktiver sein könnte als eine außerplanmäßige Tilgung eines günstigen Kredits. Dabei müssen jedoch Steuern, Tilgung, persönliche Finanzplanung und Anlagerisiken sorgfältig berücksichtigt werden.

Welche Risiken sollten Anleger kennen?

Anleihen-ETFs unterliegen Risiken. Dazu zählen insbesondere:

Zinsrisiko: Steigen die Zinsen, können die Kurse bestehender Anleihen fallen. Das kann auch den Wert eines Anleihen-ETFs belasten.

Kreditrisiko: Ein Emittent kann zahlungsunfähig werden oder herabgestuft werden. Dadurch können Verluste entstehen.

Liquiditätsrisiko: In angespannten Marktphasen kann es schwieriger sein, bestimmte Anleihen zu fairen Preisen zu handeln.

Inflationsrisiko: Steigt die Inflation stärker als die erzielte Rendite, kann die reale Kaufkraft der Anlage sinken.

Währungsrisiko: Bei Anleihen in Fremdwährungen können Wechselkursschwankungen die Rendite beeinflussen.

Diversifikation kann Risiken reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen.

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iBonds, Anleihen-ETFs & Anleihen im Vergleich

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Drei häufig gestellte Fragen zu iBonds

Die erwartete Rendite eines iBonds ETFs orientiert sich an der Yield-to-Maturity (YTM) bzw. der Rendite bis zur Fälligkeit des zugrunde liegenden Anleiheportfolios zum Kaufzeitpunkt. Vereinfacht ausgedrückt ist dies die annualisierte Rendite, die ein Anleger erzielen könnte, wenn er den ETF bis zur Fälligkeit hält.

Wichtig dabei:

Die Rendite hängt vom Einstiegszeitpunkt und dem Kaufkurs des ETFs ab.

Die ausgewiesene YTM ist eine Schätzung, keine Zusage.

Wer den ETF bis zur Fälligkeit hält, kann eine Rendite erwarten, die in etwa der durchschnittlichen Rendite der enthaltenen Anleihen entspricht – abzüglich Kosten und möglicher Kreditausfälle.

Kurz gesagt: Ein iBonds ETF kann eine deutlich bessere Planbarkeit der Rendite als ein klassischer Anleihen-ETF bieten, jedoch keine exakt feststehende Rendite wie bei einer einzelnen Anleihe ohne Ausfallrisiko.

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