KLASSISCHES UND STRATEGISCHES LIQUIDITÄTS-MANAGEMENT

Schwimmerin

WER UND WAS

Sie interessieren sich für

  • strategisches Treasury, beispielsweise M&A-Aktivitäten oder
  • Anlagen in private Märkte.

Dann sind auch diese innovativen Liquiditätslösungen für Sie relevant. Denn damit können Sie Zahlungsmittelbestände und -flüsse systematisch planen, steuern und kontrollieren.


WARUM

Sowohl für strategisches Treasury als auch für Privatmarktanlagen müssen Anleger Barvermögen zurückhalten und entsprechend managen. Insbesondere für Investoren an den Privatmärkten kann das Gesamtergebnis des Zielinvestments schlechter ausfallen, wenn dieses vorgehaltene Barvermögen nicht anderweitig investiert wird. Mögliche Folgen sind: der sogenannte Cash-Drag-Effekt (weniger Rendite wegen hoher nicht investierter Bestände) sowie eine Fehlallokation im Portfolio (siehe Grafiken).

Fehlallokation durch hohen Cash-Anteil (Cash Drag)

Grafik: Fehlallokation durch hohen Cash-Anteil (Cash Drag). Asset-Allokation in % angegeben für: Zielallokation, Realität Jahr 1 (mit Über-Allokation Cash), Realität Jahr 3

Quelle: BlackRock, Stand: 28. Februar 2022. Nur zur Veranschaulichung.


Effekt auf das Risikobudget

Grafik: Effekt auf das Risikobudget, angegeben für: Zielallokation, Realität Jahr 1 (Risikobudget nicht ausgeschöpft wegen zu viel Cash), Realität Jahr 3

Quelle: BlackRock, Stand: 28. Februar 2022. Nur zur Veranschaulichung.


MÖGLICHE ANLAGEANSÄTZE

Entscheidet sich ein Investor im Rahmen der strategischen Liquiditätslösungen Barvermögen in Finanzprodukte zu investieren, so kann er je nach Zielen und Risikobereitschaft verschiedene Ansätze verfolgen.
Diese lassen sich grob in folgende Kategorien einteilen:

Schwein

Konservative Anlage für limitierte Risikobereitschaft

Glas

Diversifizierte Anlage für unterschiedliche Risikoprofile

Verkehrshütchen

Indirektes Exposure zu Anlageklassen der Privatmärkte

Zielscheibe

Nachbildung von Faktorprofilen von Anlageklassen der Privatmärkte

KONSERVATIVE ANLAGE FÜR LIMITIERTE RISIKOBEREITSCHAFT

BlackRock bietet ein umfassendes Spektrum an Euro-Cash- und Short-Duration-Produkten. Damit können Anleger, deren Risikobereitschaft begrenzt ist, den nicht intendierten Cash-Drag-Effekt mindern.
Unser Angebot an Cash- und Short-Duration-Produkten lässt sich in drei Gruppen einteilen, je nach anvisiertem Renditebedarf, gewünschter Duration und Kreditrisiko.

Puzzleteil

1

Angebot für Kunden, denen vor allem Kapitalerhalt und taggleiche Abwicklung wichtig sind oder die üblicherweise nur in Bargeld oder Geldmarktinstrumente investieren. Diese Produkte haben ein AAA-Rating für kurzfristige Geldmarktfonds, werden am selben Tag abgewickelt und investieren in Bargeld und bargeldähnliche Instrumente.

Stab auf Dreieck

2

Angebot für Kunden, die Kapitalerhalt und eine taggleiche Abwicklung wünschen. Diese Produkte haben eine Laufzeit von bis zu 0,5 Jahren und eine Toleranz bei der Spread-Dauer von bis zu einem Jahr. Die Investition erfolgt in Barmittel und/oder bargeldlose Instrumente (z. B. Staats- oder Unternehmensanleihen).

Kugelstoßpendel

3

Produkte mit höherer Rendite für Kunden, die beim Kapitalerhalt flexibler sind und ein höheres Risiko tolerieren können. Diese Produkte haben eine Laufzeit und eine Toleranz bei der Spread-Dauer von bis zu vier Jahren. Die Investition erfolgt typischerweise in bargeldlose Instrumente (z. B. Staats- oder Unternehmensanleihen).

Für spezifische Lösungen, beispielsweise eine Kombination verschiedener Kategorien, kontaktieren Sie uns.
Hinweis: Es gibt regulatorische und bilanzielle Anforderungen, wie auch Einstufungen der Strategien in Anlageverordnungen, welche beeinflussen, inwieweit ein Investment als Barvermögen oder als Cash-Ersatz klassifiziert werden kann. Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an:

Hamed Mustafa

Hamed Mustafa

Leiter institutionelles Kundengeschäft, ETF & Index Investing

Ehsan Khan

Ehsan Khan

Institutionelles Kundengeschäft, ETF & Index Investing

Grgur Jurcevic

Grgur Jurcevic

Institutionelles Kundengeschäft, ETF & Index Investing

DIVERSIFIZIERTE ANLAGE FÜR UNTERSCHIEDLICHE RISIKOPROFILE

Der Ansatz, das Barvermögen in breit diversifizierte Produkte anzulegen, eignet sich insbesondere für Kunden, die eine strategische Anlage (drei bis fünf Jahre Anlagehorizont) anstreben, aber nur ein gewisses Risiko eingehen möchten. Denn wenn die Anlage die Unternehmensstrategie begleitet, ist es wichtig, die Werterhaltung sicherzustellen.

Für Anleger, die mit diesen oder ähnlichen Zielen Barvermögen vorhalten, könnte eine breit diversifizierte Anlage sinnvoll sein, weil sich so potenziell inflationsbedingte negative Realzinsen vermeiden lassen. Insbesondere die Möglichkeit, unterschiedliche Risikoprofile auszuwählen, macht diese Option interessant – denn Sie können damit entsprechend Ihren Anlagezielen investieren.

Alternativ lässt sich auch die individuelle strategische Asset-Allokation mit ETFs nachbauen, sodass das Risikoprofil des angelegten Barvermögens dem des Gesamtportfolios entspricht. Ähnlich geht man vor, wenn man verschiedene Risikoprofile einer Multi-Asset-Lösung kombinieren möchte. In beiden Fällen kann Ihnen unser BlackRock Portfolio-Analyse-Team zur Seite stehen und verschiedene Lösungen erarbeiten.

INDIREKTES EXPOSURE ZU ANLAGEKLASSEN DER PRIVATMÄRKTE

Insbesondere für ihr Engagement an den Privatmärkten können Anleger liquide Investmentfonds oder ETFs nutzen, die auf alternative Anlageklassen ausgerichtet sind. So können sie ein erstes Exposure zu den angestrebten Investments erhalten, bevor sie diese tatsächlich umsetzen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um ein direktes Engagement in privaten Anlageklassen, sondern um ein indirektes, beispielsweise über Aktien von Unternehmen, die an den Privatmärkten aktiv sind, oder über REITs.

Haus

Immobilien

Um außerhalb der Privatmärkte ein erstes Exposure zu Immobilien zu erhalten, können sich Fonds oder ETFs eignen, welche in sogenannte Real Estate Investment Trusts (REITs) investieren. Die gängiste Benchmark für solche Investments ist der FTSE EPRA/NAREIT Index. Diesen Index gibt es für unterschiedliche Regionen.

Puzzleteil

Private Equity und Infrastruktur

Um außerhalb der Privatmärkte ein erstes Exposure in Private Equity oder Infrastruktur zu erhalten, können sich Sektor-Fonds oder -ETFs eignen. Das sind Produkte, die in Unternehmen aus bestimmten Sektoren investieren. Private-Equity-Produkte orientieren sich hierbei primär am S&P Listed Private Equity Index als Benchmark. Infrastruktur-Produkte greifen entweder auf Indizes von FTSE oder S&P zurück.

Hochhäuser

Real Assets

Sachwerte bieten Exposure zu verschiedenen Anlageklassen, insbesondere Immobilien und Infrastruktur. Real-Assets-Produkte nutzen als Benchmark eine Kombination der gängigen Indizes für die jeweiligen Anlageklassen.

Person

Private Credit

Auch im Bereich Private Credit können Anleger über verzinste Wertpapiere, sogenannte CLOs (collateral loan obligation), einen liquiden Ansatz nutzen. Für mehr Informationen zu dieser Produktklasse wenden Sie sich gerne an Ihren Kundenberater.

NACHBILDUNG VON FAKTORPROFILEN VON PRIVATMARKT-ANLAGEKLASSEN

Anleger können auch mit dem BlackRock Portfolio-Analyse-Team zusammenarbeiten, um mit einem liquiden Portfolio in alternative Anlagen zu investieren.

ANSATZ

Die Risiken von Investments in privaten Märkten lassen sich teilweise durch sogenannte Makrofaktoren erklären. Solche Makrofaktoren wie Wachstum oder Inflation können Aufschluss über die Entwicklung einer Anlage geben. Das verbleibende Risiko, welches nicht von diesen Makrofaktoren abhängt, liegt in der Natur der jeweiligen Assetklasse, ist also idiosynchratischer Natur (beispielsweise die Illiquiditätsprämie). Die Grafik zeigt das Makrofaktoren-Risikoprofil einer typischen Benchmark für eine Infrastukturanlage.

BEISPIEL FÜR EIN MAKROFAKTOR-RISIKOPROFIL BEI INFRASTRUKTUR-ANLAGEN

Quelle: BlackRock, Aladdin, Stand: 28. Februar 2022. Währung: EUR. Verwendete Risikomodelle, BlackRock Fundamental Risk for Global Equities Model, BlackRock Fixed Income Risk Model, BlackRock Macro and Style Factor Model. Verwendung von 180 monatlichen Beobachtungen mit konstanter Gewichtung.

Der Risikobeitrag je Faktor entspricht dem Gesamtrisiko des Portfolios, aufgeteilt auf die Faktoren. Die Prozentanteile summieren sich zum Gesamtrisiko des Portfolios auf. Es wird keine Zusicherung gemacht, dass ein Account, ein Produkt oder eine Strategie ähnliche Ergebnisse wie die gezeigten erzielen wird oder wahrscheinlich erzielen wird.

UMSETZUNG

Der Teil des Risikos, welcher durch Makrofaktoren erklärt werden kann, kann durch Produkte in öffentlichen Märkten (Aktien- oder Bond-ETFs oder liquide Fonds) repliziert werden. Auf diese Weise lässt sich ein Portfolio aufbauen, dessen Risikoprofil auf Makrofaktoren basiert und das einer Privatmarktanlage vergleichbar ist. Anleger können diesen Ansatz wählen, um bereits ein Exposure zu diesen Risikofaktoren aufzubauen, obwohl das Barvermögen noch vorgehalten wird und noch keine Investments getätigt wurden. Dies unterstützt dabei, die Lücke in der strategischen Assetallokation und im Risikobudget zu schließen. Insbesondere um diese Lücke zu schließen kann der Ansatz auch ausgeweitet werden, indem eine Replikation der gesamten Assetallokation vorgenommen wird, anstelle der Replikation ausschließlich der Anlage in Privatmärkte.