Klimawandel und Ressourcenknappheit

Welche Auswirkungen hat dieser Megatrend?
Was sind die potenziellen Folgen für die Zukunft?

 


Die Eindämmung der CO2-Emissionen erfordert erhebliche Investitionen in umweltfreundliche Infrastruktur und eine Reduzierung der Subventionen für fossile Brennstoffe. Dies kann enorme Investmentchancen schaffen, und zwar sowohl in Bereichen, die Kapital anziehen, als auch in Branchen mit disruptivem Potenzial.
ISABELLE MATEOS Y LAGO , BLACKROCK INVESTMENT INSTITUTE
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der
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wärmsten Jahre seit Beginn der
Klimaaufzeichnung wurden nach 2001 verzeichnet1
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Die Auswirkungen

4 Beispiele für Klimawandel
und Ressourcenknappheit:

Die Auswirkungen des Klimawandels sind seit geraumer Zeit in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht ohne grösssere Berichterstattung zu dem Thema. Tatsächlich ist es nicht einfach, die wirklichen Probleme und Herausforderungen von schlagzeilenträchtigen Spekulationen zu unterscheiden. Im Folgenden legen wir unsere Einschätzungen dar, die auf Basis aktueller Forschungen detaillierte Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels sowie Perspektiven auf die möglichen weiteren Entwicklungen auswerten:
1. Die Belastung der Ressourcen unseres Planeten nimmt zu
Die Weltbevölkerung wächst rasch und wird immer wohlhabender. Dies führt zu einer signifikanten Nachfrage nach Energie, Wasser und Lebensmitteln, was wiederum eine bedeutende Belastung für die traditionellen, begrenzten Ressourcen des Planeten darstellt. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf über 9,1 Milliarden Menschen anwachsen. Ihren Prognosen zufolge werden die weltweiten Agrarsysteme an diesem Punkt nicht mehr ausreichen, um genügend Lebensmittel für alle zu produzieren. Ausserdem prognostizieren die UN-Experten, dass die weltweite Trinkwassernachfrage im Jahr 2030 das Angebot um 40 % übersteigen wird. Einige Städte wie zum Beispiel Kapstadt leiden jetzt schon unter sogenanntem Wasserstress.2
2. Die Welt heizt sich auf
Die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Planeten steigt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts an. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.3
CO2-Niveaus während der letzten drei glazialen Zyklen, rekonstruiert aus Eiskernen
Wichtige Informationen: Nur zur Veranschaulichung. Diese Grafik, die auf einem Vergleich von Lufteinschlüssen in Eiskernen und jüngeren direkten Messungen beruht, belegt, dass der CO2-Gehalt in der Atmosphäre seit der industriellen Revolution gestiegen ist. Quelle: Vostok-Eiskern-Daten/J.R. Petit et al.; NOAA Mauna Loa CO2 record.
3. Höhere Emissionen
Die menschliche Nutzung fossiler Brennstoffe gilt als Hauptursache der globalen Erwärmung. Kohlendioxid und andere Gase werden freigesetzt und in der Atmosphäre angereichert, weswegen wiederum die Wärme nicht entweichen kann. Wie die Grafik oben zeigt,4 ist der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre seit dem Beginn der industriellen Revolution stark angestiegen. Und es gibt keine Anzeichen dafür, dass diese Entwicklung rückläufig wäre.
4. Durchschnittstemperaturen
Prognosen zufolge werden die Durchschnittstemperaturen bis 2100 um mehr als 2 Grad steigen.5 Dies verursacht bedeutende, nicht umkehrbare Schäden und eine immer grössere Belastung der globalen Ressourcen. Nach einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC)6 könnte dieser Anstieg um 2 Grad sogar bereits im Jahr 2036 erreicht sein.
Daten der NASA zeigen, dass das Voranschreiten der globalen Erwärmung derzeit alle Bemühungen, sie einzudämmen, Lügen straft. Die aktuelle Phase unterscheidet sich von anderen Perioden des Klimawandels (einige wären hier zu nennen, so etwa die Eiszeit) darin, dass ihre Hauptursache mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % menschliche Aktivitäten seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sind.7
Klimawandel
16 der 17 heissesten
Jahre verzeichnete die Welt
seit 2000

Die Ausblick

3 potenzielle Folgen dieses Megatrends:

Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sollten nicht unterschätzt werden. Steigende Temperaturen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Ernteerträge haben und einen starken Anstieg der Lebensmittelpreise verursachen. Darunter würden wiederum vor allem ärmere Staaten leiden. Zudem könnten Küstenregionen zunehmend von wiederkehrenden Überschwemmungen bedroht sein, wenn der Meeresspiegel steigt.8
Es handelt sich um ein globales Problem, das durch andere Megatrends zusätzlich verstärkt wird, etwa durch die Urbanisierung und das signifikante Wachstum des Konsums in den Schwellenländern. Nach Ansicht der UN gibt es für die Veränderungen, die erforderlich sind, um dieses Problem angemessen anzugehen, keinen dokumentierten historischen Präzedenzfall.9 Einige der Veränderungen, die nötig wären, erfordern einen drastischen Wandel im Verbraucherverhalten und die Entwicklung neuer Technologien, um bestehende Ressourcen und Infrastruktur zu ersetzen.
1. Mehr produzieren mit weniger Aufwand
Um den wachsenden Lebensmittelbedarf der Zukunft zu decken, muss sich die Agrarindustrie innovativ weiterentwickeln mit dem Ziel mit weniger Ressourcen und geringerem Aufwand produktiver zu arbeiten. Die Technologie spielt dabei eine wichtige Rolle: Die Präzisionslandwirtschaft ist auf dem Vormarsch. Variable Präzisionstechnologien, zum Beispiel die sensorgestützte Erkennung von Unkraut mit punktueller Bekämpfung, könnten den Pflanzenschutzmittelverbrauch um bis zu 95 % senken.10 Laut einem Bericht von McKinsey könnten die Agrarerträge mit einer 20-40%igen Einführungsquote von Präzisionstechnologien bis 2025 weltweit um 10-15 % gesteigert werden.10
2. Nutzung sauberer Energien
Nachhaltige Energiequellen werden immer wichtiger, da die Bedenken gegenüber fossilen Brennstoffen die öffentliche Debatte bestimmen und sich auch das Verbraucherverhalten ändert. Bei einem solchen Wandel sollte es aber auch darum gehen, einen effizienteren Energieeinsatz in allen Lebensbereichen zu erreichen.
3. Abschied vom Auto, wie wir es kennen
Wenn Autos mit Verbrennungsmotoren mit entsprechenden Steuern belegt werden, werden wir laut Expertenprognosen bis 2040 alle Elektroautos fahren.11 Und obwohl der Gedanke an fahrerlose Autos immer noch wie Science Fiction klingt, hat die britische Regierung das Ziel festgelegt, dass bis 2021 die ersten autonomen Fahrzeuge auf den Strassen Grossbritanniens fahren sollen.12 Unternehmen wie Daimler planen, die Herstellung autonomer Fahrzeuge bis Anfang der 2020er Jahre vollständig zu realisieren.13
Wenn China zu einer neuen Supermacht aufsteigt (siehe „Verlagerung der wirtschaftlichen Machtverhältnisse“), wächst auch die globale Verantwortung der Volksrepublik. Peking ist die erste chinesische Stadt ohne Kohlenutzung bei Heizung und Stromversorgung.14 Darüber hinaus hat die Stadt USD 1,3 Milliarden ** aufgewendet, um die 70.000 Taxis in der Stadt auf Elektroantrieb umzustellen.15
PEKING
**Angaben in US-Dollar umgerechnet.

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