ETFs, ETCs und ETPs erklärt: Die verschiedenen Anlageprodukte verstehe

Nicht alle börsengehandelten Produkte (ETPs) funktionieren gleich. Wenn Anleger die Unterschiede zwischen börsengehandelten Fonds (ETFs), börsengehandelten Rohstoffen (ETCs) und anderen ETPs verstehen, können sie Anlagen wählen, die zu ihren Zielen und ihrer Risikobereitschaft passen.

Was du lernen wirst

In diesem Artikel erfährst du:

01.

Was ETPs sind und wie sie funktionieren

02.

Worin sich ETFs, ETCs und andere ETPs unterscheiden

03.

Wofür die einzelnen Produkttypen typischerweise genutzt werden

04.

Wie verschiedene Produkte in ein diversifiziertes Portfolio passen können

Transkript
Kapitalanlagerisiko. Marketinginformation. Nicht alle börsengehandelten Produkte sind gleich. Und das ist auch gut so. Denn je nach deinen Zielen, deinem Anlagehorizont und deinen persönlichen Vorstellungen kannst du zwischen verschiedenen Arten börsengehandelter Produkte wählen. Was genau sind also börsengehandelte Produkte? Auf Englisch heißen sie “Exchange traded Products” – kurz ETP – sind ein Sammelbegriff für verschiedene Anlageprodukte, die an einer Börse gehandelt werden. Auch wenn sie auf ähnliche Weise gehandelt werden, können sie unterschiedliche Arten von Marktzugang bieten. ETFs – also Exchange Traded Funds – investieren in der Regel in einen Korb von Anlagen, zum Beispiel Aktien oder Anleihen. ETCs – Exchange Traded Commodities – sind darauf ausgelegt, die Preisentwicklung eines einzelnen physischen Rohstoffs abzubilden, wie zum Beispiel Gold oder Öl. Andere ETPs können die Wertentwicklung eines einzelnen Vermögenswerts nachbilden – zum Beispiel einer Kryptowährung wie Bitcoin. Schauen wir uns nun einige Kategorien innerhalb dieser Produkte genauer an. Aktien-ETFs sind einzelne Anlageprodukte, die einen Korb aus Unternehmensaktien bündeln. Diese Diversifikation* kann helfen, die Schwankungen abzufedern, die bei einer direkten Investition in einzelne Aktien auftreten können. *Diversifikation schützt nicht vollständig vor Marktrisiken. Die meisten Aktien-ETFs sind passiv - das bedeutet, sie zielen darauf ab, die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienindex nachzubilden. Das kann ein breiter Markt sein – etwa der globale Aktienmarkt –, eine bestimmte Region wie oder auch ein spezieller Sektor wie Technologie, je nachdem, was der ETF abbildet. Aktien-ETFs gelten häufig als Kernbaustein vieler Anlageportfolios, da sie im Vergleich zu Anleihen potenziell höhere Renditen bieten können.* Allerdings sind Aktien auch mit höheren Risiken verbunden als Anleihen, daher kombinieren manche Anleger Aktien mit einem Anleiheanteil im Portfolio, um potenzielle Risiken auszubalancieren. *Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen und sind nicht garantiert. Als nächstes: Anleihen-ETFs, auch Fixed-Income-ETFs genannt, ermöglichen es dir, mit nur einer einzigen, einfachen Transaktion in viele Anleihen gleichzeitig zu investieren. Anleihen sind im Grunde Kredite, die du an Staaten oder Unternehmen vergibst. Im Gegenzug erhältst du gewöhnlich regelmäßige Zinszahlungen, und der investierte Betrag soll zu einem festgelegten Zeitpunkt zurückgezahlt werden. Vor diesem Hintergrund können Anleihen-ETFs eine Möglichkeit sein, laufende Erträge zu erzielen und zukünftige Liquiditätsbedürfnisse zu planen.* *Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen und sind nicht garantiert. Die nächste Kategorie kennt jeder: Rohstoffe. Rohstoff*-ETCs zielen darauf ab, die Preisentwicklung eines einzelnen physischen Rohstoffs wie Gold oder Öl nachzubilden. So können Anleger an der Entwicklung von Rohstoffen partizipieren, ohne diese direkt besitzen oder lagern zu müssen. Im Gegensatz zu Aktien und Anleihen werden Rohstoffpreise in der Regel stark von Angebot und Nachfrage sowie weiteren Faktoren beeinflusst. Zudem entwickeln sie sich häufig im Gleichklang mit den Lebenshaltungskosten. Deshalb nutzen manche Investoren Rohstoffe, um ihr Portfolio zusätzlich zu traditionellen Märkten zu diversifizieren und sich potenziell gegen Inflation abzusichern. *Rohstoffpreise unterliegen in der Regel stärkeren Schwankungen als andere Anlageklassen (z. B. Aktien oder Anleihen). Anlagen in Rohstoffe können daher mit höheren Risiken verbunden sein als andere Anlageformen. Eine weitere Form: Multi-Asset-ETFs. Sie kombinieren mehrere Anlageklassen – zum Beispiel Aktien, Anleihen und Rohstoffe – in einer einzigen Investition. Viele Anleger nutzen Multi-Asset-ETFs aus Gründen der Einfachheit, da sie eine diversifizierte* Anlage über verschiedene Anlageklassen hinweg in nur einem Produkt ermöglichen. *Diversifikation schützt nicht vollständig vor Marktrisiken. Ausserdem gibt es noch: Themen-ETFs. Sie sind einzelne Anlageprodukte, die einen Korb von Aktien bündeln, die mit einem gemeinsamen Thema oder einem langfristigen Trend verbunden sind. Das kann zum Beispiel technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz umfassen – oder auch demografische Veränderungen. Und zum Schluss noch: Digital Assets ETPs. Sie ermöglichen Anlegern, an der Preisentwicklung digitaler Vermögenswerte wie Bitcoin teilzuhaben – ohne diese direkt besitzen oder verwahren zu müssen. So lassen sich operative und verwahrungstechnische Herausforderungen beim direkten Halten digitaler Vermögenswerte reduzieren und ein vertrauterer Zugang zu dieser Anlageklasse schaffen.* *Investiere nur, wenn du bereit bist, dein gesamtes eingesetztes Kapital zu verlieren. Von Anlageklassen über Themen bis hin zu einzelnen Marktsegmenten – ETPs können Anlegern einen einfachen Zugang zu einer Vielzahl von Märkten ermöglichen. Risikohinweise Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten den ursprünglich angelegten Betrag möglicherweise nicht zurück. Rechtliche Informationen Dieses Dokument ist Marketingmaterial und verliert 12 Monate nach seiner Veröffentlichung seine Gültigkeit. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR): herausgegeben von BlackRock (Netherlands) B.V., einem Unternehmen, das von der niederländischen Finanzmarktaufsicht zugelassenen ist und unter ihrer Aufsicht steht. Eingetragener Firmensitz: Amstelplein 1, 1096 HA, Amsterdam, Tel.: +31(0)-20-549-5200. Handelsregister Nr. 17068311. Zu Ihrem Schutz werden Telefonate üblicherweise aufgezeichnet. Alle hier angeführten Analysen wurden von BlackRock erstellt und können nach eigenem Ermessen verwendet werden. Die Resultate dieser Analysen werden nur bei bestimmten Gelegenheiten veröffentlicht. Die geäusserten Ansichten stellen keine Anlageberatung oder Beratung anderer Art dar und können sich ändern. 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Verschiedene Arten von Anlageprodukten

Lerne die wichtigsten Arten von ETFs und ETPs kennen – von Aktien‑ und Anleihen‑ETFs bis hin zu Rohstoff‑, Themen‑ und Digital‑Asset‑Produkten – und wie sie unterschiedliche Anlageziele unterstützen können.

Was sind ETPs?

ETPs (Exchange‑Traded Products) sind börsengehandelte Anlagen, die über eine einzige Investition Zugang zu verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffen bieten.

ETPs werden typischerweise:

  • Während der Börsenhandelszeiten gehandelt
  • Wie Aktien gekauft und verkauft
  • Genutzt, um Zugang zu unterschiedlichen Märkten und Anlageklassen zu erhalten

ETFs, ETCs und andere ETPs: Worin liegt der Unterschied?

ETP ist ein Oberbegriff für verschiedene Arten börsengehandelter Anlagen.

ETFs (Exchange‑Traded Funds)

Investieren in der Regel in einen Korb von Vermögenswerten, z. B. Aktien oder Anleihen, und werden häufig für diversifizierte Anlagen genutzt.

ETCs (Exchange‑Traded Commodities)

Zielen darauf ab, den Preis eines einzelnen Rohstoffs wie Gold, Öl oder Weizen nachzubilden.

Andere ETPs

Einige bilden den Preis eines einzelnen Vermögenswerts, etwa eines digitalen Vermögenswerts, ab und nicht den einer Gruppe von Anlagen.

Auch wenn sie ähnliche Handelsmerkmale aufweisen, unterscheiden sie sich in ihrer Struktur je nach dem, was sie abbilden sollen.

Kurz gesagt: ETPs sind eine breite Kategorie börsengehandelter Anlageprodukte.

Aktien‑ETFs

Schauen wir uns einige der gängigsten Arten börsengehandelter Produkte an, beginnend mit ETFs.

Aktien‑ETFs investieren in viele Unternehmen innerhalb eines einzigen Fonds und decken häufig verschiedene Sektoren und Themen ab. Dies hilft, Risiken zu streuen und den Einfluss der Wertentwicklung einzelner Unternehmen zu verringern.

Sie können eingesetzt werden, um verschiedene Marktsegmente abzudecken, z. B.:

  • Breite Märkte – etwa verschiedene Länder weltweit
  • Regionale oder länderspezifische Märkte – z. B. deutsche Aktien
  • Bestimmte Sektoren – z. B. Technologie oder Gesundheitswesen
  • Bestimmte Themen – z. B. KI oder Raumfahrttechnologie

Aktien gelten häufig als Kernbestandteil eines Portfolios und bieten langfristig ein höheres Renditepotenzial als Anleihen.

Kurz gesagt: Aktien‑ETFs bieten Wachstumspotenzial bei gleichzeitiger Diversifikation.

Diversifikation schützt nicht vollständig vor Marktrisiken.

Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.

Anleihen‑ETFs: Fokus auf Erträge und Stabilität

Anleihen‑ETFs, auch Renten‑ETFs genannt, investieren in viele Anleihen. Anleihen sind Kredite an Staaten oder Unternehmen.

Anleger erhalten dafür in der Regel:

  • Regelmäßige Zinszahlungen
  • Rückzahlung des investierten Kapitals bei Fälligkeit (abhängig von der Struktur)

Anleger nutzen Anleihen‑ETFs häufig, um:

  • Erträge zu ergänzen
  • Zukünftige Liquiditätsbedürfnisse zu planen
  • Stabilität in ein Portfolio zu bringen

Aus diesen Gründen kombinieren Anleger oft Aktien‑ und Anleihen‑ETFs, um Wachstum und Ertragspotenzial auszugleichen und Risiken zu diversifizieren.

Kapitalanlagerisiko. Der Wert von Anlagen und die daraus erzielten Erträge können sowohl steigen als auch fallen und sind nicht garantiert. Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.

Mehr über festverzinsliche Anleihen‑ETFs erfahren >

Rohstoff‑ETCs: Zugang zu physischen Vermögenswerten

ETCs (Exchange‑Traded Commodities) bilden den Preis eines einzelnen Rohstoffs wie Gold oder Öl ab, ohne dass eine physische Lagerung erforderlich ist.

Ihre Preise werden von Angebot und Nachfrage bestimmt und sind historisch häufig mit der Inflation gestiegen. Dadurch entwickeln sie sich nicht immer im Gleichschritt mit traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen.

Aus diesem Grund können Anleger Rohstoffe nutzen, um ihre Portfolios zu diversifizieren und sich gegen Inflation abzusichern.

Rohstoffpreise schwanken in der Regel stärker als andere Anlageklassen. Investitionen in Rohstoffe können mit höheren Risiken verbunden sein.

Mehr über Rohstoff ETCs erfahren >

Multi‑Asset‑ETFs: Mehrere Anlageklassen in einem Produkt

Multi‑Asset‑ETFs kombinieren verschiedene Anlageklassen, wie:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Rohstoffe

Viele Anleger nutzen Multi‑Asset‑ETFs wegen ihrer Einfachheit, da sie innerhalb einer einzigen Investition eine diversifizierte Anlage über mehrere Anlageklassen hinweg bieten.

Diversifikation schützt nicht vollständig vor Marktrisiken.

Themen‑ETFs: Investieren in langfristige Trends

Themen‑ETFs konzentrieren sich auf bestimmte Trends oder langfristige Entwicklungen, z. B.:

  • Künstliche Intelligenz
  • Nachhaltigkeit
  • Demografischer Wandel
  • Digitalisierung

Mehr über KI‑ETFs und Anlagemöglichkeiten erfahren >

Digital‑Asset‑ETPs: Zugang zu Kryptowährungen

Digital‑Asset‑ETPs bilden den Preis von Kryptowährungen wie Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten ab. Sie ermöglichen Anlegern ein Engagement, ohne diese Vermögenswerte direkt besitzen oder verwahren zu müssen.

Sie können Anlegern helfen:

  • Zugang zu Kryptomärkten über eine vertraute börsengehandelte Struktur zu erhalten
  • die Verwaltung von Wallets und Verwahrung zu vermeiden
  • einige operative und steuerliche Komplexitäten des direkten Haltens digitaler Vermögenswerte zu vereinfachen

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Digital‑Asset‑ETPs die gleichen Marktrisiken wie die zugrunde liegenden Kryptowährungen aufweisen, die sehr volatil sein können.

Kurz gesagt: Digital‑Asset‑ETPs bieten einen leichter zugänglichen Weg, über die Börse in Kryptowährungen zu investieren.

Kapitalverlustrisiko. Investiere nicht, wenn du nicht bereit bist, das gesamte investierte Geld zu verlieren. Dies ist eine Hochrisikoanlage, und du solltest nicht davon ausgehen, im Problemfall geschützt zu sein.

Mehr über Krypto‑ETPs erfahren >

Wie diese Produkte in ein Portfolio passen

Verschiedene ETPs können unterschiedliche Funktionen erfüllen:

  • Aktien‑ETFs = Wachstum
  • Anleihen‑ETFs = Erträge und Stabilität
  • Rohstoff‑ETCs = Diversifikation
  • Themen‑ETFs = gezielte Wachstumschancen
  • Digital‑Asset‑ETPs = alternative Engagements

Ihre Kombination kann helfen, eine diversifizierte Anlagestrategie aufzubauen.

Häufig gestellte Fragen

Ein ETP ist ein börsengehandeltes Anlageprodukt, das Zugang zu verschiedenen Anlageklassen bietet.

Das solltest du wissen

Verschiedene Produkte, ein Grundprinzip

ETPs bieten einen strukturierten Zugang zu einer Vielzahl von Märkten. Ob Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder alternative Anlagen – entscheidend ist, zu verstehen, wie jedes Produkt funktioniert und wie es in deine Strategie passt.

01.

ETPs sind börsengehandelte Anlageprodukte

02.

ETFs, ETCs und andere ETPs erfüllen unterschiedliche Zwecke

03.

Jeder Produkttyp bietet Zugang zu verschiedenen Anlageklassen

04.

Das Verständnis dieser Unterschiede hilft beim Aufbau eines ausgewogenen Portfolios

Möchtest du mit dem Investieren starten?

Der Einstieg ins Investieren ist einfach. Mit klarem Plan und langfristiger Perspektive können selbst kleine Schritte über die Zeit viel bewirken. Viele Anleger starten mit diesen Schritten:

Ziele definieren

Mach dir Gedanken darüber, was du erreichen möchtest – und welche Rolle Investieren dabei spielen kann.

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