Monatsrückblick Oktober

Lizge Yikmis
Lizge Yikmis
Kapitalmarktstrategin
Oktober 2019

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Süßes für die Märkte

In 90 Sekunden: Oktober 2019

Von wegen Schockstarre!

Der Oktober steht ganz im Zeichen des Gruselns. Überall begegnen einem in Vorbereitung auf Halloween furchteinflößende Hexen, Zombies und Vampire. Doch schienen die Märkte im abgelaufenen Monat gegen diese Horrorfiguren immun gewesen zu sein. So kletterte der DAX auf ein Jahreshoch, der S&P 500 sprang gar auf ein neues Allzeithoch. Zeitgleich entwickelten sich auch die Aktien der Schwellenländer gut. Die Renditen von sicheren Staatsanleihen stiegen hingegen.

Ein Blick in die Geschichtsbücher der Finanzmärkte offenbart, dass der Oktober Anleger nur selten in Schockstarre versetzten konnte. Ganz im Gegenteil: In der Vergangenheit entwickelten sich etwa deutsche Aktienmärkte im Oktober besser als in den restlichen elf Monaten. So endete der Oktober häufiger mit einem Kursanstieg, der zudem im Schnitt höher als in den anderen Monaten ausfiel. Der DAX erzielte durchschnittlich einen Kursanstieg von knapp 3,5%.

Auf wackligen Beinen

Hauptursächlich für die weitere Erholung der Märkte war die erhöhte Risikoneigung unter den Anlegern. Einem nachlassenden geopolitischen Risiko sei Dank. Die zwei Dauerthemen, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der Brexit schienen sich im vergangenen Monat allmählich zu entspannen. Das erfreute die Anleger, da die Wahrscheinlichkeiten eines heißen Handelskrieges oder eines harten Brexits zunehmend geringer wurden. Doch die gute Laune steht auf wackligen Beinen, denn bei beiden Themen könnte das Pendel rasch in die andere Richtung ausschlagen. Sollte der unberechenbare US-Präsident seine Meinung wieder einmal unerwartet ändern und seine zurzeit Annährung gegenüber den Chinesen ins Gegenteil kippen, würde er den Konflikt damit abermals auf eine neue Eskalationsstufe heben.

Pyrrhussieg statt Brexit

Auch die Abwendung des harten Brexits zum 31. Oktober könnte sich als Pyrrhussieg erweisen, sollte das Ergebnis der Neuwahl im Dezember kein klares Ergebnis liefern und der Brexit-Prozess weiter in die Länge gezogen werden. Zeitgleich sitzt auf der anderen Seite des Bosporus ein taktisch agierender Präsident, dessen Taten, wie unter anderem die Invasion in Syrien, unabsehbare Folgen für die Märkte haben können. Unter dem Strich kann das geopolitische Risiko somit jederzeit erneut auflodern, da es dort draußen Politiker gibt, die ihren eigenen Machterhalt über das Wohl der Allgemeinheit stellen. Obwohl der Oktober also Süßes für die Märkte parat hielt, könnte sich das Süße schnell als Saures entpuppen.

Ciao Mario, Bonjour Christine!

Nach acht Jahren an der Spitze der EZB hat derweil Mario Draghi zum letzten Mal seine Kerze in der obersten Etage des EZB-Turms in den Halloween-Kürbis gestellt. Seine Nachfolge wird Christine Lagarde antreten. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kurs ihres Vorgängers fortsetzen, wenngleich schwere Aufgaben auf sie warten. Die Versöhnung eines hochgradig zerstrittenen EZB-Rats dürfte dabei die wohl drängendste sein. Mario Draghi selbst hat viel für den Euro geleistet, nicht nur für dessen Stabilität, sondern auch für das Überleben der Eurozone per se. Dabei musste er allerdings immer tiefer in die geldpolitische Trickkiste greifen. Den Verfall der Inflation konnte er dennoch nicht aufhalten. Zu mächtig waren die strukturellen Ursachen der geringen Preissteigerung wie beispielsweise die Megatrends Digitalisierung, Globalisierung und demographischer Wandel. Die Inflationsrate betrug seit seinem Amtsantritt im November 2011 im Schnitt 1,1%. Insofern verwundert es nicht, dass Draghi als der erste EZB-Chef in die Geschichte eingeht, der niemals in die Geschichte die Zinsen anhob. Womöglich bleibt er aber nicht der letzte.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 800 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 2 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock, der im Auftrag seiner Kunden mehr Geld verwaltet als jede andere Investmentgesellschaft (6,96 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen, 30. September 2019).