MONATSRÜCKBLICK MÄRZ


Dr. Martin Lück 01.Apr.2020

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Ein März für die Geschichtsbücher

In 90 Sekunden: März 2020

TURBULENZEN AN DEN MÄRKTEN

Dieser März hatte es in sich. Selbst diejenigen, die schon mehrere Finanzkrisen und Börsencrashs erlebt haben, rieben sich angesichts der Geschwindigkeit des Kursverfalls an den Aktienmärkten verwundert die Augen. Hatten die großen Indizes schon im Februar ihre Reise gen Süden begonnen, so mündete der Kursrückgang bis Mitte März in einen senkrechten Absturz, der die Märkte auf 25-35% unterhalb ihrer jeweiligen Höchststände brachte. Erst das gigantische Hilfsprogramm der US-Regierung in Höhe von rund zwei Billionen US-Dollar am 25. März vermochte es, im Zusammenspiel mit dem Versprechen einer unbegrenzten Liquiditätsversorgung seitens der US-Notenbank, die Märkte zu stabilisieren. Die Tatsache, dass in Italien nach dem 23. März, dem Tiefstand beim S&P 500, die Kurve der Coronavirus-Neuinfektionen abzuflachen begann, unterstützte diese – vorübergehende – Bodenbildung.

VOLATILITÄT - AUCH BEI GOLD

Dass der März 2020 auch in Hinsicht der Marktverunsicherung ein nie dagewesenes Phänomen darstellt, verdeutlicht auch der Anstieg der Volatilität, die sich von bereits stark gestiegenen Levels (rund 35 beim VSTOXX) am Monatsanfang auf Werte um 85 in der dritten Märzwoche nochmals mehr als verdoppelte. Zeitweilig war blanke Panik im Markt zu spüren, was sich auch im atypischen Verlauf des Goldpreises widerspiegelte. Das Edelmetall, dessen Wert üblicherweise bei starker Verunsicherung als vermeintlich sicherer Hafen ansteigt, gab von seinem am 6. März verzeichneten Monatshöchststand von 1.668 US-Dollar für die Feinunze auf 1.475 US-Dollar nach, ein unter den gegebenen Umständen sehr ungewöhnliches Minus von 13%. Grund hierfür dürfte die starke Cash-Präferenz von Asset Managern gewesen sein, die wegen der Anteilsverkäufe ihrer Kunden dringend Liquidität benötigten. Diese Situation entspannte sich erst, als die Notenbanken, allen voran die Fed, mit extrem großzügigen Liquiditätsmaßnahmen in den Markt gingen.

ROHÖL RUTSCHT AB

Eine dritte Besonderheit dieses denkwürdigen März vollzog sich im Markt für Rohöl. Schon Ende Februar und Anfang März war der Preis für ein Fass der Sorte Brent auf rund 50 US-Dollar gefallen. Grund hierfür war die Erwartung schwächeren globalen Wachstums und einer deswegen gedämpften Nachfrage nach Öl gewesen. Im Zuge dieses schwächeren Preisausblicks strebte die OPEC Angebotskürzungen um 1,5 Millionen Fass pro Tag an, was sie aber in den um Russland erweiterten Verhandlungsrunden, der sogenannten OPEC Plus, nicht durchsetzen konnten. Angesichts der russischen Weigerung, auf Angebotskürzungen einzusteigen, beschloss das größte OPEC-Ölförderland Saudi-Arabien, die verfahrene Lage für sich zu nutzen, um Marktanteile zu gewinnen, und kündigte sogar eine Erhöhung seiner Förderung an. Die Aussicht auf eine Flutung des Weltölmarktes in einer Zeit absehbarer Rezession und stark sinkender Nachfrage veranlasste einen Preisrutsch auf rund 25 US-Dollar bis zum 18. März. Selbst der wachstumsstabilisierende Effekt des US-Konjunkturpakets konnte in der zweiten Monatshälfte den Preisverfall nur vorübergehend aufhalten. Gegen Monatsende geriet der Ölpreis erneut ins Rutschen, um weitere rund 10% auf etwa 22,50 US-Dollar. Seitdem erleben wir eine – möglicherweise wieder nur temporäre – Erholung, zum Teil befördert durch die Ankündigung von US-Präsident Trump, für eine Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien zu sorgen. Das amerikanische Interesse an einer derartigen Einigung ergibt sich dadurch, dass Ölpreise unter einem Niveau von etwa 40 US-Dollar für die US-Schieferölindustrie nicht mehr kostendeckend sind und Pleiten in diesem Sektor damit wahrscheinlicher werden, je länger der Preis unterhalb dieses Levels liegt.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares erschließt Chancen über verschiedene Märkte hinweg, um den sich ändernden Ansprüchen von Anlegern gerecht zu werden. Der Anbieter verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 900 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 2,67 Billionen Dollar verwaltetes Vermögen zum Stichtag 31. Dezember 2020. Damit treibt iShares die Entwicklung der Finanzbranche weiter voran. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock.