Monatsrückblick Februar

Felix Herrmann
Felix Herrmann
Kapitalmarktstratege
März 2020

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Februar 2020

In 90 Sekunden: Februar 2020

Die Finanzmärkte haben Covid-19

Was anfänglich vornehmlich als chinesisches Problem angesehen wurde, entpuppte sich im Verlauf des Februars immer mehr als Riesenproblem für die gesamte Weltwirtschaft: Das Coronavirus hat sich zu einer globalen Pandemie entwickelt, welche Anleger und Finanzmärkte wohl noch mehrere Monate umtreiben wird.

Herrschte zu Beginn des Monats und nach der Verbreitung des Erregers in China noch „buying-the-dip“-Euphorie fielen die Aktienkurse gegen Ende des Monats in einem Ausmaß, das wir zuletzt während der Finanzkrise erlebt haben. Die Märkte hatten die Gefahr einer weltweiten Verbreitung des Virus zunächst eindeutig unterschätzt. Der DAX verlor im gesamten Monatsverlauf rund neun Prozent und die Renditen deutscher Staatsanleihen fielen über die gesamte Laufzeitenstruktur wieder zurück unter die Nulllinie. Renditen von US-Staatsanleihen fielen gar auf neue Rekordtiefs..  

Globale Rezession?

Die Sorgen vor einer globalen Rezession sind innerhalb von wenigen Wochen extrem gestiegen und tatsächlich deutet einiges auf eine technische Rezession in gleich mehreren Regionen der Welt hin. Wobei es in die Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers sind, die ein normales Wirtschaften verhindern, Wertschöpfungsketten unterbrechen und so die Volkswirtschaft vor allem auf der Angebotsseite belasten. Anfang März ist der Schaden für die Weltwirtschaft durch das Virus noch überhaupt nicht abzusehen. Fakt ist, dass eine bereits angeschossene Weltwirtschaft jetzt vor einer enormen Herausforderung steht und sich am Ende wohl auf einem noch flacheren Wachstumspfad wiederfinden wird als zuvor.

Neuigkeiten aus dem Epizentrum der Pandemie

Die gute Nachricht: In China, dem Epizentrum der Pandemie, konnte sich die Lage gegen Monatsende dahingehend stabilisieren, als dass die Zahl der Neuinfektionen – zumindest offiziell – unter die Zahl der vom Virus genesenen Personen gefallen ist. Chinas Präsident Xi hat aus Sorge vor einem kompletten Kollaps im Anschluss und nach ersten Erfolgen bei der Eindämmung eine klare strategische Entscheidung zugunsten der Wirtschaft getroffen – auch auf die Gefahr hin, dass China eine zweite Welle bei den Ansteckungen durchmacht.

Chinas Strategie bei der Eindämmung des Coronavirus wird jedoch letztlich kaum als Blaupause für den Verlauf hier in Europa oder den USA herhalten können – weder in Bezug auf die Wirtschaft noch auf die gesundheitlichen Auswirkungen. Schließlich lässt sich zum einem im zentralistisch gesteuerten China jedweder geldpolitische oder fiskalpolitische Stimulus weitaus schneller und effektiver durchsetzen. Zudem sind drastische Quarantäne-Maßnahmen, wie sie etwa in der chinesischen Region Wuhan zu beobachten waren, in Europa nicht denkbar, sodass die Zurückdrängung in der westlichen Welt durchaus schleppender verlaufen könnte als in China.

Vorwahlkampf in den USA

Durch die Dominanz des Corona-Themas ging der aus Marktsicht sehr wichtige Vorwahlkampf der demokratischen Partei in den USA im Februar fast etwas unter. Nach einem guten Start für den ehemaligen Bürgermeister der Stadt South Bend in Indiana Pete Buttigieg spitzte sich das Rennen gegen Monatsultimo in Richtung eines Zweikampfes zwischen Bernie Sanders und Joe Biden zu – einem Zweikampf also zwischen einem gemäßigten Kandidaten, der die Obama-Jahre wieder aufleben lassen könnte und einem selbsternannten demokratischen Sozialisten, der den Großen und Mächtigen an den Kragen möchte. Kurz vor dem Super Tuesday in den USA spricht vieles für Sanders und damit für das Schreckgespenst der Kapitalmärkte. Sanders hat nicht weniger vor als die großen Banken in den USA zu zerschlagen, die Unternehmenssteuern drastisch zu erhöhen, eine Energiewende erzwingen und das Gesundheitssystem umzukrempeln. Disruption „at its best“ also! Den Märkten dürfte das nicht gefallen.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 800 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 1,85 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock, der im Auftrag seiner Kunden mehr Geld verwaltet als jede andere Investmentgesellschaft (6,47 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen, 31. März 2020).