Monatsrückblick August

Felix Herrmann
Felix Herrmann
Kapitalmarktstratege
September 2019

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Die Fed im Teufelskreis gefangen

In 90 Sekunden: August 2019

iShares blickt auf die Ereignisse des letzten Monats zurück und gibt unsere Einordnung der Geschehnisse.

Lösung des Handelskonfliktes?

Wie oft standen die USA und China schon kurz vor einer vermeintlichen Lösung des Handelskonfliktes? Gefühlt zahlreiche Male. Stöbert man durch die Zeitungsschlagzeilen des letzten Jahres, schien eine Einigung bereits mehrfach in greifbarer Nähe gewesen zu sein. Denken wir nur an die Aussage von US-Finanzminister Mnuchin, der im Juni dieses Jahres verlautbaren ließ, ein Deal mit China wäre zu 90 Prozent ausgehandelt. Wie so oft in schwierigen Verhandlungen stellte sich jedoch auch in diesem Konflikt heraus, dass in den letzten paar Prozentpunkten meist die härtesten Nüsse stecken, die es zu knacken gilt. Entsprechend ist die Zahl der Eskalationen im amerikanisch-chinesischen Handelskrieg mindestens genauso hoch wie die der Meldungen von weißem Rauch.

Neue Rekordtiefstände

Im August verschärfte sich der Konflikt beider Länder in recht dramatischer Art und Weise. Auf Vergeltungsmaßnahmen folgten Vergeltungsmaßnahmen. Abermals wurde viel Porzellan zerschlagen, sodass die Chance auf einen baldigen substanziellen Handelsdeal zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter gesunken sein. Die Märkte sahen mit Entsetzen zu und Aktienkurse rund um den Globus gaben nach, vor allem jedoch in Ländern wie Deutschland, die stark am Export hängen. Die Renditen fielen auf neue Rekordtiefststände.

Ähnlich wie beim Brexit ist unter Anlegern jedoch auch beim Thema Handelskonflikt ein gewisser Gewöhnungseffekt erkennbar. Angesichts der zahlreichen geopolitischen Brandherde rund um den Globus schlagen sich gerade die Aktienmärkte noch recht beachtlich. Im Dezember letzten Jahres waren die Rezessionssorgen und geopolitische Risiken kaum höher – nicht zu vergessen, dass wir jetzt im August die Invertierung der US-Zinskurve zwischen zwei und zehn Jahren quasi noch „on top“ zu all den schwer verdaulichen Nachrichten beobachtet haben. In Anbetracht dessen muten die Verluste dieses Mal fast zwergenhaft an.

Notenbanken als Hoffnungsträger

Die hohe Resilienz der Märkte im August verdanken wir wieder einmal den Notenbanken. Genauer gesagt, den Hoffnungen der Marktteilnehmer, die in die Notenbanken gesetzt werden. Noch im Juli war die Fed darauf bedacht, die erste Leitzinssenkung nicht als den Beginn eines Senkungszyklus zu vermarkten. Im Verlauf des Augusts wurde die Fed allerdings von der Realität eingeholt. Auf der Zentralbankkonferenz in den Bergen von Wyoming im beschaulichen Örtchen Jackson Hole gab sich Fed-Chef Powell dann auch kaum noch Mühe die Zinssenkungserwartungen für das Septembertreffen der US-Notenbank einzufangen.

Dabei wird die Misere der Fed immer stärker sichtbar. Sie ist Getriebene der Handelspolitik Trumps, wobei sie durch eine Lockerung der Geldpolitik gleichzeitig weitere Tiraden des US-Präsidenten in Richtung China möglich macht, da niedrige Zinsen wiederum Märkte und Wirtschaft widerstandsfähiger gegen die negativen Auswirkungen des Handelskonflikts machen. Ein Teufelskreis aus dem es aktuell kaum ein Entrinnen zu geben scheint.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*BlackRock ist der führende ETF-Anbieter weltweit: Mit mehr als 900 ETFs und einem weltweit in ETFs verwalteten Vermögen von mehr als 2 Billionen US-Dollar (BlackRock Global ETP Landscape, Stand: 30. Juni 2019). Keiner anderen Vermögensberatung weltweit wird mehr Geld anvertraut als BlackRock mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 6,84 Billionen US-Dollar (BlackRock, Stand: 30. Juni 2019).