Monatsrückblick April

Felix Herrmann
Felix Herrmann
Kapitalmarktstratege
Mai 2019

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China als Hoffnungsbringer

Monatsrückblick mit Felix Herrmann in 90 Sekunden: April 2019

154 Handelstage hat es gedauert, bis der S&P 500 nach dem 20. September 2018 am 23. April 2019 abermals ein neues Rekordhoch markieren konnte. Dank eines Plus von rund 17 Prozent seit Jahresbeginn verbuchte der amerikanische Aktienmarkt bis Ende April gar den stärksten Jahresstart seit 1987. Was für ein Comeback von US-Aktien nach dem Dezember 2018, welcher – wie wir wissen –, der schwärzeste seit 1931 war. Aber auch europäische Aktien konnten im April überzeugen: Der „MSCI Eurozone“ schnitt im zurückliegenden Monat sogar um rund einen Prozentpunkt besser ab als der „MSCI USA“. Getrieben wurden die breiten Indizes in den USA, Europa und dem Rest der Welt von zyklischen Werten wie etwa Industriewerten, dem IT-Sektor oder aber auch von Nicht-Basiskonsumgüterherstellern, die ein höheres Beta zum Gesamtmarkt aufweisen als defensive Werte.

Derweil blieben vor allem Qualitätsunternehmen gesucht, die weniger stark verschuldet sind und gleichzeitig über den Konjunkturzyklus hinweg stabile Erträge erwirtschaften. Der Faktor „Quality“, den wir seit geraumer Zeit den anderen Faktoren vorziehen, hat seit Beginn des Jahres als stärkster Faktor bereits um über 20 Prozent zulegen können. Dass der Faktor „Min-Vol“ bis dato hingegen mit einem Plus von knapp elf Prozent in 2019 am schlechtesten abgeschnitten hat, mag angesichts der positiven Marktentwicklung hingegen kaum überraschen. Dennoch hat uns die relative Performance dieser beiden Faktoren noch einmal daran erinnert, dass beide Faktoren Anlegern zwar einen gewissen Schutz in unruhigen Marktphasen bieten, der Faktor „Quality“ allerdings eindeutig vorzuziehen ist, solange sich der Markt  positiv entwickelt. Dies gilt besonders für derart starke Phasen wie jene, die wir in den letzten vier Monaten beobachten konnten. Umgekehrt liegt in aller Regel „Min-Vol“ dann vor „Quality“, wenn es spürbar mit den Kursen bergab geht. Mehr zu Faktor-ETFs finden Sie hier.

Fundamental wurden die Aktienkurse rund um den Globus in 2019 lange Zeit im Wesentlichen von einer US-Notenbank getrieben, die mit der Nachricht, von Zinsanhebungen bis auf weiteres abzusehen, die Aktienkurse nach oben trieb. Der durchaus spürbare Anstieg der Zinsen in den USA und in Deutschland seit dem Beginn des zweiten Quartals deutet jedoch an, dass die starke Aktienmarktperformance im April letztlich nicht der Fed zu „verdanken“ gewesen ist, sondern vielmehr auf eine Stabilisierung der makroökonomischen Fundamentaldaten zurückzuführen gewesen ist. Lange Zeit fielen die Wachstumsprognosen, im April stabilisierten sie sich nun jedoch im Zuge ebenfalls robusterer Wachstumszahlen sowohl aus den USA als auch aus Europa.

Wenngleich nach wie vor das verarbeitende Gewerbe schwächelt, während die Dienstleistungsbranche gut dasteht, so sind die Aussichten gerade für das stärker exportorientierte verarbeitende Gewerbe durchaus positiv: Chinas Stimuli, die Ende 2018 angestoßen wurden, dürften gerade der Industrie zu Gute kommen. Peking kann sich alles leisten, nur keine harte Landung der Wirtschaft. Daher wird das Wachstum durch Geld- und Fiskalpolitik angekurbelt, was nicht nur das Reich der Mitte selbst, sondern auch andere Schwellenländer und die sehr offene europäische Volkswirtschaft ab der zweiten Jahreshälfte zu spüren bekommen sollten. 

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*BlackRock ist der führende ETF-Anbieter weltweit: Mit mehr als 900 ETFs und einem weltweit in ETFs verwalteten Vermögen von mehr als 2 Billionen US-Dollar (BlackRock Global ETP Landscape, Stand: 30. Juni 2019). Keiner anderen Vermögensberatung weltweit wird mehr Geld anvertraut als BlackRock mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 6,96 Billionen US-Dollar (BlackRock, Stand: 30. September 2019).