Gold als Absicherung
Drei Gründe, die dafür sprechen

Man schließt eine Versicherung ab, damit sie zahlt, wenn es hart auf hart kommt. In einer der plötzlichsten bislang verzeichneten Korrekturphasen helfen diese jedoch Anlegern nur bedingt weiter. Aber wie sieht es mit Gold aus?

Drei Gründe für Gold

Trotz rekordniedriger Renditen Anfang des Jahres erwiesen sich US-Staatsanleihen als wirksame Absicherung: Langfristige US-Anleihen haben seit Beginn der Börsenkorrektur um 8 % zugelegt. Aber wie steht es um Gold – ein weiterer sehr beliebter „sicherer Hafen“? Während des Ausverkaufs diente Gold vor allem als Wertspeicher und weniger als negativ korrelierender Vermögenswert. Das beginnt sich zu ändern. Da sich die Zinssätze – sowohl nominal wie real, sprich inflationsbereinigt – im freien Fall befinden, ist Gold gut positioniert, um das zu leisten, was es tun soll: ein Portfolio abzusichern. Drei gute Gründe, warum Gold weiterhin als Absicherung gegen das Aktienmarktrisiko dienen kann:

1. Der Dollar bricht ein

Der U.S. Dollar Index (DXY) ist seit seinem Höchststand Mitte Februar um fast 3 % gefallen. Ob Gold als Absicherung funktioniert, hängt nicht zuletzt vom Dollar ab. Denn das Edelmetall kann zwar auch dann gut abschneiden, wenn der U.S. Dollar steigt, entwickelt sich aber aus historischer Sicht besonders gut, wenn er fällt.

2. Die Wachstumserwartungen sinken

Keine Absicherung funktioniert unter allen Umständen. Es kommt auf die richtigen Auslöser an. Gold hält sich tendenziell gut, wenn Anleger sich Sorgen über zu wenig Wachstum machen. In den Monaten, in denen die Volatilität zunahm und der ISM New Orders Index, ein Indikator der Produktionstätigkeit, stieg, erhöhte sich die mittlere Rendite für Gold gegenüber Aktien auf 2,75 %. In Perioden, in denen der ISM fiel, was auf eine Konjunkturverlangsamung hindeutet, stieg die mittlere Rendite auf 5 %. Und in den Monaten, in denen die ISM-Umfrage besonders schnell zurückging – wie aktuell –, stieg die mittlere Rendite im Vergleich zu Aktien sogar auf über 8 %. Fazit: Je stärker der Coronavirus das Wachstum bedroht, desto wirksamer sollte Gold als Absicherung sein.

3. Die Realrenditen brechen ein

Steigen die Realzinsen, so können sich weder eine schwächelnde Konjunktur noch ein sinkender U.S. Dollar positiv auf Gold auswirken. Aktuell erleben wir jedoch genau das Gegenteil. Die Realrenditen für 10-jährige US-Staatsanleihen liegen bei -0,45 %, was einem Rückgang von mehr als 0,30 % in weniger als einem Monat entspricht. Historisch korrelieren Realzinsen und Gold, was sich seit der Finanzkrise nur noch verstärkt hat. Im letzten Jahrzehnt waren mehr als 30 % der Änderungen des Goldpreises auf Änderungen der Realzinsen zurückzuführen. Als grobe Faustregel gilt: Bei jedem Rückgang der Realzinsen um 0,10 % steigt der Goldpreis um etwa 1,25 %. Deswegen sollte sich die schlechte Wertentwicklung von Gold, die wir in der Woche des 24. Februar 2020 erlebt haben, weiter umkehren. Wachstumsrückgang, niedrigere Renditen = Gold halten

Abgesehen von der Bedrohung für die Menschen ist der Coronavirus auch besonders gefährlich für die Wirtschaft – gestörte Lieferketten, weniger Reisen und Vertrauensverlust könnten das Weltwirtschaftswachstum empfindlich treffen. Unter diesen Umständen sollten Anleger in Betracht ziehen, Gold zu halten.

Quelle für alle Zahlen: BlackRock, 12. März 2020

Mit iShares in Gold und Goldproduzenten anlegen

Mit Gold verbundenes Risiko

Kapitalrisiko: Die Anlage ist mit Risiken verbunden, einschließlich eines möglichen Kapitalverlusts. Anlagen, die sich auf bestimmte Branchen, Sektoren, Märkte oder Anlageklassen konzentrieren, können eine Underperformance aufweisen oder volatiler sein als andere Branchen, Sektoren, Märkte oder Anlageklassen und als der allgemeine Wertpapiermarkt.

Der Preis für Gold- und Edelmetallpapiere war in der Vergangenheit sehr volatil und kann sich nachteilig auf die Finanzlage dieser Unternehmen auswirken. Die Produktion und der Verkauf von Edelmetallen können durch wirtschaftliche, finanzielle und politische Faktoren beeinflusst werden, die unvorhersehbar sein und das Angebot und die Preise erheblich beeinflussen können.

Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 800 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 1,85 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock, der im Auftrag seiner Kunden mehr Geld verwaltet als jede andere Investmentgesellschaft (6,47 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen, 31. März 2020).