DAS (VORLÄUFIGE?) ENDE DER BREXIT-SAGA


Felix Herrmann 14.Jan.2021

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Am 1.1.2021 ist der Brexit zur Realität geworden. Dazu ein Kommentar von BlackRock Kapitalmarktstratege Felix Herrmann. 

EIN „SKINNY“ DEAL

Lange wurde verhandelt, lange wurde gerungen und am Ende stand ein Deal zwischen EU und Großbritannien, den viele Beobachter wohl zurecht als „skinny“ – also dünn – bezeichnen.  Ein formeller Eklat in Form eines harten Brexits konnte in der sprichwörtlich allerletzten Minute abgewendet werden, was unter anderem auch als ein später Erfolg für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft gelten darf.

ZU KOMPROMISSEN BEREIT

Allerdings kam das Handelsabkommen mit Großbritannien wie erwartet nur deshalb zustande, weil beide Seiten am Ende zu jeweils schmerzhaften Kompromissen bereit waren. So konnte die britische Regierung durchsetzen, dass künftige Streitigkeiten nicht vor dem Europäischen Gerichtshof ausgetragen werden. Stattdessen soll ein „gemeinsamer Partnerschaftsrat“ bei Konflikten eingeschaltet werden. Außerdem soll es nicht als Wettbewerbsverzerrung gelten, wenn Großbritannien eventuelle zukünftige Verschärfungen der EU-Umwelt- und Sozialstandards nicht mitmacht. Die EU musste somit ihre Forderung aufgeben, wonach sich Großbritannien auch in Zukunft fortlaufend an geänderte Standards anpassen muss.

Warenhandel mit dem Vereinigten Königreich

ZOLLFREIER ZUGANG

Als Erfolg aus EU-Sicht darf dagegen gelten, dass sich Großbritannien ansonsten weitgehend auf die Regeln des „Level Playing Field“ eingelassen hat und damit in weiten Teilen des Warenhandels weiterhin EU-Regeln und Produktstandards akzeptieren wird. Der zollfreie Zugang zum EU-Markt war und ist für Großbritannien von größter Bedeutung.

VIELE FRAGEN BLEIBEN OFFEN

Gleichzeitig lässt das Abkommen weiterhin viele Fragen offen. So wollte London beispielsweise für seine enorm bedeutsame Finanzbranche einen möglichst friktionslosen Zugang zum EU-Markt erwirken. Dieser geht nun vorerst nicht über normale Handelsabkommen hinaus. Hier wird allerdings im Frühjahr noch einmal nachverhandelt.

DEAL ZU WEICH?

Trotz der Zugeständnisse der EU ist vielen Tory-Hardlinern der Deal zu weich. Nichtsdestotrotz ist das Abkommen für britische Risikoaktiva positiv zu bewerten, da ein gewisses Maß an Unsicherheit verschwindet. Der „Brexit-Discount“, der vielen Vermögenswerten anhaftete, könnte über den Verlauf der nächsten Monate ausgepreist werden. Für eine Umkehr der Kapitalströme zurück in Richtung UK braucht es nun aber den Beweis, dass Großbritannien auch unter den neuen Rahmenbedingungen erfolgreich wirtschaften kann.

RUHE - ODER RUHE VOR DEM STURM?

Und dann ist da auch noch Schottland. Immer hörbarer begehrt Britanniens stolzer Norden gegen den EU-Austritt auf und verlangt ein erneutes Referendum. Ob also die gegenwärtige Ruhe bei Sterling-Anlagen von Dauer ist oder eher die Ruhe vor dem Sturm, könnte sich schon in den nächsten Monaten zeigen.

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Risiken

Das vorliegende Material ist nicht als verlässliche Prognose, Untersuchung oder Anlageberatung zu verstehen und ist weder eine Empfehlung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder für eine bestimmte Strategie. Wir empfehlen nachdrücklich, dass Sie sich vor einer Finanzanlage professionell beraten lassen. Eine Finanzanlage ist typischerweise mit gewissen Risiken verbunden. Der Wert einer Anlage sowie das hieraus bezogene Einkommen können Schwankungen unterliegen und sind nicht garantiert. Es besteht die Möglichkeit, dass der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhält. Vergangene Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung und sollten bei der Auswahl eines Produkts nicht als alleiniges Kriterium herangezogen werden. Sowohl die Höhe der Steuer als auch ihre Berechnungsgrundlage können sich in der Zukunft ändern, beide sind außerdem abhängig von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Es gibt keine Garantie dafür, dass Investitionen in Finanzmärkten einen wirksamen Schutz gegen Inflation bieten.

Anleger sollten ihre Investmententscheidungen auf Grundlage des laufenden Verkaufsprospekts, der jüngsten Jahresberichte sowie dem Dokument mit den wesentlichen Anlegerinformationen, die auf unserer Website in deutscher Sprache erhältlich sind, treffen. Die wesentlichen Anlegerinformationen zu den einzelnen Fonds finden Sie hier.

*iShares erschließt Chancen über verschiedene Märkte hinweg, um den sich ändernden Ansprüchen von Anlegern gerecht zu werden. Der Anbieter verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung, ein weltweites Angebot von mehr als 900 börsengehandelten Indexfonds (auf Englisch: Exchange Traded Funds, ETFs) und 2,67 Billionen Dollar verwaltetes Vermögen zum Stichtag 31. Dezember 2020. Damit treibt iShares die Entwicklung der Finanzbranche weiter voran. Die Fonds von iShares profitieren von der Portfolio- und Risikomanagement-Expertise des Vermögensverwalters BlackRock.

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