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Portfoliokonstruktion

Der Aufbau des richtigen Portfolios kann schwierig sein. Unten zeigen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie ETFs für Ihre Investments nutzen können: Asset Allocation und Korrelation. Zusätzlich geben wir Ihnen im Bereich „Investmentstrategien“ einen Überblick und verschiedene Beispiele zum konkreten Einsatz von ETFs.

Asset Allocation

Der Begriff Asset Allocation oder Portfoliostrukturierung bezeichnet die Aufteilung eines Portfolios auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Cash. Innerhalb der Anlageklassen können weitere Unterscheidungen vorgenommen werden. Bei Aktien hat man beispielsweise die Wahl zwischen Regionen (Grossbritannien, USA, Europa usw.), Anlagestilen (Value oder Growth) oder Marktkapitalisierungen (Large Caps oder Small Caps). Viele Anleger sind der Ansicht, dass es wichtiger ist, wie sich die Anlagen auf die verschiedenen Anlageklassen verteilen, als welche Wertpapiere innerhalb dieser Anlageklassen gehalten werden.

Die Entscheidung, in welche Anlageklassen in welchem Verhältnis investiert werden soll, hängt von Ihren Risiko- und Renditezielen sowie von Ihrem Zeithorizont ab. Anleger mit längerem Zeithorizont richten ihre Portfolios häufig auf «risikoreichere» Anlageklassen mit höheren Renditen in der Vergangenheit aus (wie etwa Small Caps oder alternative Anlagen), da sie davon ausgehen, dass sich das Risiko der Anlageklasse im Laufe der Zeit ausgleichen wird.

Eine wichtige Komponente der Asset Allocation ist die Sicherstellung einer angemessenen Diversifikation. Das bedeutet, darauf zu achten, dass Sie nicht «alles auf eine Karte setzen». Die breite Palette der ETFs von iShares hilft Ihnen dabei, sicherzustellen, dass Ihre Anlagen über so viele Anlageklassen verteilt sind, wie Sie für Ihre Anlagebedürfnisse für angemessen halten.

Bedeutung der Korrelation

Bei warmem Wetter wird in der Regel mehr Speiseeis verkauft, doch wenn das Wetter kälter wird, gehen die Verkaufszahlen zurück. Dies ist ein Beispiel für Korrelation, die die Stärke des Verhältnisses zwischen zwei Faktoren (hier: Wetter und Verkaufszahlen von Speiseeis) misst.

Auf den Finanzmärkten ist ein Beispiel für Korrelation, dass Aktienkurse in der Regel bei günstiger Konjunktur steigen, aber rückläufig sind, wenn die Wirtschaftsnachrichten weniger positiv sind. Anleihen zeigen eine gegenteilige Reaktion. Sie tendieren in einem günstigen Wirtschaftsklima zu Wertrückgängen, steigen jedoch bei einem wirtschaftlichen Abschwung. Dies ist ein Beispiel für eine inverse Korrelation.

Die Korrelation ist hilfreich beim Festlegen Ihrer Asset Allocation (d.h. wie viel Sie jeweils in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Alternative Anlagen investieren).

Die Bedeutung der Korrelation

Die Korrelationswerte liegen zwischen +1 und -1. Anlagen, die perfekt korrelieren oder sich in die gleiche Richtung bewegen, haben eine positive Korrelation von 1. Jene, die ein inverses Verhältnis zueinander haben (d.h. sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen), haben eine Korrelation von -1. Eine Korrelation von Null impliziert, dass die Anlagen in keinem Verhältnis zu einander stehen.

Die Kombination von Anlagen mit niedriger Korrelation kann bei der Streuung des Portfoliorisikos hilfreich sein. Im Idealfall würde bei einem Investor mit negativ korrelierten Anlagen (d.h. wenn eine steigt, fällt die andere) die Volatilität des Portfolios insgesamt minimiert. Der Einsatz der Korrelation als Bezugspunkt beim Aufbau von Portfolios kann ein nützliches Werkzeug für die Steuerung des gesamten Portfoliorisikos sein.

Das grosse ETF-Produktsortiment von iShares bietet Ihnen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für niedrig korrelierende Anlagen, um die Schwankungsanfälligkeit der Wertentwicklung Ihres Portfolios zu verringern.

Der Einsatz von ETFs in Anlagestrategien

ETFs können eine wichtige Rolle bei der Portfoliostrategie spielen, die von einfach bis komplex reicht.

Da ETFs als Bausteine betrachtet werden können, können sie allein oder in Verbindung mit anderen Investmentprodukten oder Einzeltiteln bei der Konstruktion diversifizierter Portfolios verwendet werden.

ETFs können Ihnen helfen, Ihr Geld härter für Sie arbeiten zu lassen

ETFs können eine kosteneffiziente Möglichkeit sein, in Zeiten, in denen Sie Ihre längerfristige Anlagestrategie überdenken, brachliegende Barmittel auf den Finanzmärkten arbeiten zu lassen.

ETFs können auch verwendet werden, um Lücken in Ihrem Portfolio zu füllen oder nach Bedarf bereits vorhandene Portfolios weiter zu diversifizieren.

Branchen-basierte ETFs bieten eine schnelle und kosteneffiziente Möglichkeit für die Implementierung taktischer Strategien wie Branchen-Rotation (der Wechsel zwischen einzelnen Branchen je nach Marktbedingungen). Nach dem sie sich über die Marktbedingungen informiert haben, können Investoren ETFs einsetzen, um die Zahl ihrer offenen Positionen in bestimmten Sektoren zu erhöhen oder verringern. Zudem werden ETFs eingesetzt, wenn eine verhältnismässige Outperformance einzelner Anlageklassen, Anlagestile oder Branchen gewünscht ist. Fixed Income-ETFs können auch eingesetzt werden, um in Erwartung zukünftiger Zinsbwegungen die Duration und dadurch das Zinsrisiko zu verringern.

ETFs bieten auch einen kosteneffzienten Zugang zu ansonsten nur schwer erreichbaren Märkten.

ETFs können den Kern Ihrer Anlagestrategie bilden

In Zeiten dynamischer Märkte, in denen herkömmliche Aktien- und Anleihenportfolios häufig extremen Schwankungen unterliegen, bedeutet die einfache, transparente und flexible Struktur von ETFs, dass sie nun eine zentralere Rolle in Investmentportfolios übernehmen können.

Eine beliebte Anlagestrategie nennt sich Core-Satellite-Strategie. Hier ist das Kern-Investment bzw. der Kern der Strategie („Core") ein risikoarmer Fonds wie ein ETF, der einen kostengünstigen und diversifizierten Zugang zu einem Index bietet. Ziel dieses Kern-Investments ist es dabei, die Rendite zu erzielen, die der Wertentwicklung entspricht. Auf den Finanzmärkten wird diese Rendite auch als „Beta" bezeichnet.

Daneben gibt es die Satelliten-Investments („Satellites"). Dies sind in der Regel spezifischere Anlagen, deren Ziel die Generierung einer zusätzlichen Rendite ist. Diese wird auf den Finanzmärkten als „Alpha" oder „Überrendite" bezeichnet.

Satelliten können entweder spezialisierte ETFs, aktiv gemanagte Fonds, Hedge-Fonds oder Direktinvestitionen in bestimmte Wertpapiere sein.