Risiko für Ihr Kapital. Alle Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Deshalb können der Wert einer Anlage und die mit ihr erzielten Erträge schwanken, und der ursprüngliche Anlagebetrag wird nicht garantiert. Alle Daten im folgenden Dokument stammen von Bloomberg, Markit, BlackRock und sind, soweit nicht anders angegeben, per April 2019 korrekt.

US-Aktien
Europäische Aktien
Japanische Aktien
Schwellenländer
Anleihen
Rohstoffe

US-Aktien

Wir treffen eine wichtige Unterscheidung zwischen einem schwächeren Wachstum und einer wirtschaftlichen Kontraktion. Unserer Meinung nach werden die US-Fundamentaldaten im Jahr 2019 stark bleiben, und das Wirtschaftswachstum wird sich fortsetzen – wenn auch mit einem geringeren Tempo als 2018. Dies unterstützt unsere übergewichtete Position in US-Aktien.

2018 wurde das Gewinnwachstum durch ein massives Konjunkturprogramm auf Hochtouren getrieben. Damit liegt die Messlatte für 2019 sehr hoch: Im dritten Quartal 2018 waren die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 im Durchschnitt um 26,1% höher als im Vorjahr. Vor dem Hintergrund einer Wachstumsverlangsamung im Jahr 2019 wird sich dieses Spitzenergebnis zwar kaum wiederholen. Doch die Markterwartungen eines Gewinnwachstums von rund 9% im Jahr 2019 (BlackRock Investment Institute mit Daten von Thomson Reuters) liegen nach wie vor über dem langfristigen Durchschnitt von 6,5%.

Die relativ ansprechenden Bewertungen – ein Mass für den geschätzten Wert eines Unternehmens – liegen unter dem fünfjährigen Durchschnitt. Dies macht US-Aktien umso attraktiver.

Europäische Aktien

In Europa erkennen wir nur begrenzte Wachstumsaussichten. Deshalb bleiben wir in europäischen Aktien untergewichtet. Die Inflation ist immer noch schwach und das Gewinnwachstum der europäischen Unternehmen hinkt deutlich hinter dem ihrer US-Konkurrenten hinterher.

Die Zinsaussichten für die Eurozone bleiben unsicher, und die anhaltenden geopolitischen Risiken tragen weiter zur negativen Stimmung bei. Der Brexit ist ein Sorgenfaktor, ebenso wie die anhaltende Konfrontation Italiens mit der Europäischen Kommission wegen des italienischen Haushaltsentwurfs.

Solange das Tempo des Wirtschafts- und Gewinnwachstums nicht anzieht und die geopolitischen Risiken nicht abnehmen, bleiben wir untergewichtet.

Japanische Aktien

Solange sich kein eindeutiger Wachstumsimpuls zeigt, beurteilen wir japanische Aktien neutral. Japan liegt auf dem Weg zur geldpolitischen Normalisierung zu höheren Zinssätzen weit hinter den USA zurück. Angesichts des mässigen Wachstums und der niedrigen Inflation sehen wir nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Land aufholt.

Eine Aufwertung des Yen – ein Anstieg des Werts der japanischen Währung gegenüber anderen Währungen – ist ein beständiges Risiko, insbesondere in Zeiten mit einer weltweit erhöhten Volatilität, da der Yen als Zufluchtswährung gilt.

Die Orientierung des Marktes zu Value-Aktien – Unternehmen, deren Marktkurs im Vergleich zu ihren Gewinnen und ihren Leistungen als relativ niedrig eingeschätzt wird – könnte ebenfalls ein Problem darstellen. Denn sie entwickeln sich in der Regel in einem inflationären Umfeld gut.

Doch es gibt auch positive Aspekte: Das aktionärsfreundliche Verhalten der Unternehmen, die soliden Ergebnisse und die Aktienkäufe der Bank of Japan (BoJ) sorgen für Unterstützung. Aus geopolitischer Sicht erscheint Japan stabiler als viele andere Industrieländer, und die Handelsverhandlungen mit den USA sind offenbar relativ reibungslos verlaufen.

Beim Aufbau eines japanischen Aktienbestands hat der MSCI Japan IMI Index unserer Meinung nach einen Platz neben dem häufig zitierten Benchmarkindex MSCI Japan. Bei Ersterem stammt ein kleinerer Teil der Erträge aus dem Ausland, denn seine Komponenten sind breiter gestreut und diversifizierter und er umfasst auch inlandsorientierte Small-Cap-Unternehmen, die im MSCI Japan Index nicht enthalten sind. Deshalb könnte der IMI Index in volatilen Zeiten besser gegen eine Aufwertung des Yen abgeschirmt sein.

Schwellenländer

Handelsspannungen, eine Verschärfung der Finanzierungsbedingungen (das heisst, eine Reduzierung des im Umlauf befindlichen Geldes) und ein stärkerer US-Dollar führten 2018 zu Nettoverkäufen von Schwellenländerwerten. Dies wurde durch die negative Stimmung infolge von länderspezifischen Schocks und geopolitischen Risiken, wie den Wahlen in Lateinamerika, verstärkt.

Wir sind jedoch der Ansicht, dass Schwellenländeraktien reif für eine Erholung sein könnten, und sehen sie als Anlageklasse an, bei der die Anleger für die Inkaufnahme von Risiken gut entschädigt werden – und deshalb möglicherweise weiterhin ein selektives Engagement halten möchten.

Aufgrund der guten Leistungsbilanzdaten – ein Mass für das Verhältnis der Transaktionen mit dem Rest der Welt – bevorzugen wir asiatische Schwellenländer. Insbesondere favorisieren wir Indien und China: Indien aufgrund der langfristigen Strukturreformen und China wegen der kurzfristigen geldpolitischen Lockerung.

Die zunehmende Einbeziehung chinesischer Aktien in breite Schwellenländerindizes unterstreicht ihre Bedeutung für langfristige Anleger zusätzlich.

Anleihen

Angesichts der zunehmenden Unsicherheit über den künftigen Verlauf der US-Zinsen bevorzugen wir inflationsgebundene Obligationen, variabel verzinsliche Obligationen und eine kurze Duration von festverzinslichen Anlagen. Diese bieten in der Regel eine effektive Absicherung gegen Zinsbewegungen und können Anlegern dabei helfen, ein robustes Portfolio aufzubauen.

Da wir mit einer globalen Verlangsamung rechnen, tendieren wir zu einer qualitätsorientierten und allgemein defensiveren Ausrichtung von Portfolios. Bei festverzinslichen Anlagen kann diese Qualitätsorientierung durch US-amerikanische und europäische Investment-Grade-Obligationen umgesetzt werden. Wir bevorzugen Investment-Grade-Obligationen gegenüber Hochzinsobligationen, da letztere anfälliger gegenüber einer globalen Wachstumsverlangsamung sind.

In den USA hat das Umfeld der steigenden Zinsen einen Wettbewerb um Kapital hervorgerufen, vor allem am vorderen Ende der Renditekurve (Titel mit kurzfristigen Laufzeiten im Gegensatz zu langfristigen Werten). Damit sind die Renditen kurzfristiger Investment-Grade-Obligationen attraktiver geworden.

In Europa sorgte der massive Abverkauf in diesem Jahr für Wertsteigerungspotenzial, da die Kreditrisikoprämien (Spreads) auf Niveaus zurückgekehrt sind, die zuletzt Ende 2016 zu beobachten waren (in EUR). Die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre Nettowertpapierkäufe zu beenden, wurden klar signalisiert und vom Markt mittlerweile vorweggenommen. Deshalb halten wir eine unangenehme Überraschung aus dieser Richtung für unwahrscheinlich.

Rohstoffe

Diversifikation ist ein wichtiger Aspekt eines robusten Portfolios und kann eine zusätzliche Absicherungsebene bei volatilen Marktbedingungen bieten. Wir bevorzugen eine Diversifikation durch Rohstoffe, die traditionell eine geringe Korrelation zu den Aktienmärkten aufweisen. Unsere Analysen zeigen, dass diese Korrelation im Laufe der Zeit abnimmt, was die Diversifikationsvorteile über einen längeren Zeithorizont weiter verstärkt. Die Anleger konnten sich 2018 nicht recht für Rohstoffe erwärmen und stiessen die Anlageklasse in der zweiten Jahreshälfte auf breiter Linie ab, unter anderem aufgrund der Aufwertung des US-Dollars. Ab Oktober nahm das Interesse an Gold allmählich zu, da die Volatilität in die Höhe schoss. Wir betrachten das Edelmetall nach wie vor als effektiven Diversifikator. Trotz seiner mässigen Wertentwicklung im Jahr 2018, aufgrund der US-Dollar-Stärke, sind wir nach wie vor der Ansicht, dass Gold langfristig Diversifikationsvorteile bietet. Dank seines Status als Zufluchtsanlage bietet Gold eine potenzielle Absicherung gegen geopolitische Unsicherheiten.

Dieses Material sollte nicht als Prognose, Research oder Anlageberatung aufgefasst werden. Es handelt sich nicht um eine Empfehlung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten jeglicher Art oder zur Auswahl einer Anlagestrategie.

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