Faktor-Investition
Der Trend ist Ihr Freund: drei Fakten über Momentum-Anlagen
Risikokapital. Alle Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Deshalb können der Wert einer Anlage und die mit ihr erzielten Erträge Schwankungen unterworfen sein, und der ursprüngliche Anlagebetrag kann nicht garantiert werden.
Manuela Sperandeo
Manuela Sperandeo
iShares Head of Specialist Sales EMEA

Wichtige Punkte

  • Fakt Nr. 1: Nicht alle Trends sind gleich. Mehr zu Fakt Nr. 1 >
  • Fakt Nr. 2: Momentum bedeutet nicht zwangsläufig einen übermässig hohen Umschlag oder hohe Kosten. Mehr zu Fakt Nr. 2 >
  • Fakt Nr. 3: Die opportunistische Neugewichtung ist wichtig. Mehr zu Fakt Nr. 3 >
  • Allokation im Faktor Momentum. Mehr erfahren >

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Momentum-Anlagen setzten auf Trends und beruhen auf dem Konzept, dass steigende Aktien in der Regel weiter steigen und fallende gewöhnlich weiter fallen. Langfristig haben Wertpapiere mit hohem Momentum bessere Ergebnisse erzielt als der Markt.1 Die langfristige Outperformance des Momentums war bei Aktien, Obligationen, Rohstoffen, Währungen und sogar Privatmarktanlagen wie Immobilien zu beobachten. Damit ist Momentum ein Anlagefaktor – ein breiter Treiber von Renditen innerhalb und unter den Anlageklassen, der sich in der Vergangenheit ausgezahlt hat. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die künftige Entwicklung des Momentums nicht garantiert ist. 2

1 Quelle: MSCI, per 30.th September 2017.

2 Quelle: BlackRock per 30.th September 2017.

Wie bei allen Anlagefaktoren kann eine suboptimale Umsetzung von Momentum-Strategien in einer schlechten Wertentwicklung oder unbeabsichtigten Anlageergebnissen resultieren. Momentum-Strategien können anfällig für schmerzhafte Schwankungen sein, und eine unbesonnene Umsetzung kann das Alpha im Laufe der Zeit aufzehren. Hier befassen wir uns mit drei wichtigen Säulen einer Momentum-Strategie, die Anlegern dabei helfen, das Potenzial der Strategie zu nutzen und häufige Fallen zu vermeiden.

Der MSCI World Momentum Index entwickelte sich in den letzten fünf Jahren besser als der Referenzindex für den breiteren Aktienmarkt, der MSCI World Index.
Der MSCI World Momentum Index entwickelte sich in den letzten fünf Jahren besser als der Referenzindex für den breiteren Aktienmarkt, der MSCI World Index.

Ann. Rendite, in %
Kum. Rendite
MSCI World IndexMSCI World MSCI World Momentum IndexÜberschussrendite
5 Jahre (annualisiert) 11,62% 14,84% 3,22%

Die dargestellten Zahlen beziehen sich auf die Wertentwicklung in der Vergangenheit. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist jedoch kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse und sollte nicht das einzige Kriterium für die Auswahl eines Produkts oder einer Strategie darstellen.

Quelle: MSCI, Daten per 31. Oktober 2017. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Die Angaben zur Indexperformance verstehen sich ohne Abzug von Gebühren. Die Anrechnung von Gebühren würde die Performance mindern. Der MSCI World Momentum Index wurde am 11. Dezember 2013 lanciert. Daten vor diesem Termin beruhen auf Backtests (das heisst, Berechnungen, wie sich der Index in diesem Zeitraum entwickelt hätte, wenn es ihn schon gegeben hätte). Zwischen Performanceangaben auf der Basis von Backtests und tatsächlichen Ergebnissen bestehen häufig erhebliche Unterschiede.

Fakt Nr. 1: Nicht alle Trends sind gleich

Wie die meisten Trends halten Kurstrends nicht ewig an. Eine Beurteilung von Aktien auf der Basis von sechs- und zwölfmonatigen Zeithorizonten kann unserer Meinung nach dazu beitragen, Wertpapiere, die den Trend fortsetzen, konsequenter zu erfassen und Wertpapiere zu vermeiden, deren Kursentwicklung umschlägt. Ausserdem ziehen wir es vor, Kurstrends auf risikobereinigter Basis zu beurteilen: Dabei messen wir, welches Risiko die Erzielung einer Überschussrendite für ein Wertpapier über dem Gesamtmarkt birgt. Dies ermöglicht die Beurteilung von Aktien auf gleicher Basis und kann verhindern, dass eine Strategie höchst volatile Titel anhäuft.

Fakt Nr. 2: Momentum bedeutet nicht zwangsläufig einen übermässig hohen Umschlag oder hohe Kosten

Momentum-Anlagen folgen zwar naturgemäss dem Trend. Eine allzu kurzfristige Sichtweise kann jedoch zu einem hohen Umschlag führen, der die Transaktionskosten in die Höhe treibt und im Laufe der Zeit das Alpha aufzehren könnte. Um den Umschlag zu reduzieren, sollte eine Momentum-Strategie langfristige Signale berücksichtigen, wie etwa sechs- und zwölfmonatige Kennzahlen. Die Bestimmung der Häufigkeit der Neugewichtung erfordert auch ein Abwägen zwischen der Maximierung des Engagements in den aktuellen Trends und der Vermeidung von Überreaktionen aufgrund von kurzfristigen Verzerrungen.

Fakt Nr. 3: Die opportunistische Neugewichtung ist wichtig

Tatsächlich ist die Momentum-Prämie zum Teil eine Belohnung für die Inkaufnahme heftiger, kurzfristiger Trendwenden (Wendepunkte des Marktes). Infolgedessen können Veränderungen der Marktstimmung zu plötzlichen und gelegentlich starken Rückgängen führen. Die Einbeziehung eines Massstabs für das sechsmonatige Momentum kann zur schnelleren Erholung der Momentum-Strategie beitragen, da sie auf den neuen Trend des Marktes reagieren kann. Darüber hinaus kann es bei schwankenden Märkten angebracht sein, flexibel zu reagieren und eine opportunistische Neugewichtung ausserhalb des Zyklus durchzuführen. Damit kann sich die Momentum-Strategie an das neue Marktumfeld anpassen und eine potenziell schmerzhafte Trendwende vermeiden.

Worum geht es? Momentum-Strategien setzen auf systematische Weise auf Aufwärtstrends
Wie messen wir es? sechsmonatiges Kursmomentum, zwölfmonatiges Kursmomentum
Index-Neugewichtung Halbjährlich im Mai und November. Veränderungen der monatlichen Marktvolatilität können eine bedingte Neugewichtung auslösen
Warum es funktioniert hat (x) Belohnung von Risiken
( ) Strukturelle Hindernisse
(x) Verhaltenstendenzen

Umsetzung einer Momentum-Strategie

Momentum-Strategien können je nach dem individuellen Anlageziel des Anlegers als taktische oder strategische Allokationen genutzt werden. Wir erwarten, dass sich Momentum-Strategien gut entwickeln, wenn sich die Wirtschaft im Wachstumsmodus befindet und die Risikobereitschaft gross ist.3 Eine taktische Allokation im Momentum könnte deshalb eine effektive Möglichkeit sein, von einem Wirtschaftsaufschwung zu profitieren.

Quelle: BlackRock per 30. April 2017

Momentum-Strategien können aber auch als Kernanlage eines Portfolios, als strategische Allokation, eingesetzt werden. Eine Momentum-Strategie bietet nicht nur potenziell ähnliche Engagements, sondern könnte auch eine attraktive Alternative zu einem wachstumsorientierten Growth-Fonds darstellen, der die Erwartungen nicht erfüllt, da sie ein ähnliches Faktor-Engagement zu niedrigeren Kosten bietet.4 Momentum weist eine historisch niedrige Korrelation zum Faktor «Value» (Substanzwert) auf, und die Einbeziehung einer Momentum-Strategie könnte zur Diversifizierung eines wertorientierten Portfolios beitragen.5

BlackRock-Studie, Madhavan, Sobczyk, Ang (2016) «Estimating Time-Varying Factor Exposures with Cross-Sectional Characteristics with Application to Active Mutual Funds»
Quelle: MSCI Research. Fokus: Momentum.

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Key Risks

Das Anlagerisiko konzentriert sich auf bestimmte Branchen, Länder, Währungen oder Unternehmen. Infolgedessen reagiert der Fonds empfindlicher auf lokale wirtschaftliche, marktspezifische, politische oder aufsichtsrechtliche Ereignisse.
Kontrahentenrisiko: Die Insolvenz von etlichen Institutionen, die Dienste wie die Verwahrung von Vermögenswerten anbieten, oder sich als Kontrahenten zu Derivaten oder andere Instrumente ansetzen, mag die Anlageklasse an finanziellen Verlusten aussetzen.
Schwellenmärkte reagieren generell anfälliger auf wirtschaftliche oder politische Störungen als Industrieländer. Weitere Einflussfaktoren sind ein höheres „Liquiditätsrisiko“, Begrenzungen bei der Anlage in oder der Übertragung von Anlagewerten, ausfallende oder verzögerte Lieferung von Wertpapieren oder Zahlungen an den Fonds.
Der Wert von Aktien und aktienbezogenen Wertpapieren kann durch tägliche Börsenbewegungen beeinflusst werden. Andere einflussreiche Faktoren sind politische und wirtschaftliche Ereignisse, Unternehmenserträge und bedeutsame Firmenveranstaltungen.
Faktorfokus-Risiken: Indizes mit einem Faktor-Fokus sind weniger diversifiziert als ihr Parent-Index, da sie überwiegend einem einzelnen Faktor ausgesetzt sind und nicht dem Multifaktor-Exposure der meisten Indizes. Daher werden sie stärker den faktorbezogenen Marktbewegungen ausgesetzt sein. Investoren sollten diesen Fonds als Teil ihrer breiteren Anlagestrategie betrachten.
Indizes mit einem Faktorfokus sind weniger diversifiziert als ihr Parent-Index, was bedeutet, dass sie empfindlicher auf faktorbezogene Marktbewegungen reagieren. Investoren sollten diesen Fonds als Teil einer breiteren Anlagestrategie betrachten.
Risiko der Indexmethodik: Obwohl der Benchmark-Index geschaffen wurde, um Wertschriften innerhalb des Parent-Index für ihre jüngsten Preiserhöhungen auszuwählen, unter der Annahme, dass sich diese Erhöhungen fortsetzen, gibt es keine Garantie dafür, dass dieses Ziel erreicht wird.
Es kann keine Garantie mit Bezug auf die Stärkung der Leistung gegeben werden, oder dass das Risiko verringert sein wird für [Fonds/Strategien], die das Verlustsrisiko bestimmten quantitativen Anlagekarakteristiken (sog. „Faktoren”) anstreben. Aussetzung zu solchen Anlagefaktoren kann die Leistung in einigen Marktumgebungen verringern, vielleicht auch für längere Zeitperioden. In solchen Umständen soll [der Fonds / die Strategie] das Verlustrisiko an den festgesetzten Investmentfaktoren halten und dies nicht zu verschiedenen Faktoren anpassen, was zu Verlusten führen kann.

Keine Meinung oder Prognose sollte vom Leser als Analyse, Anlageberatung oder als Empfehlung wahrgenommen werden. Es kann nicht garantiert werden, dass solche Prognosen verwirklicht werden.

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