Smart Beta: Was mache ich zuerst?

Risikokapital. Alle Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Deshalb können der Wert einer Anlage und die mit ihr erzielten Erträge Schwankungen unterworfen sein, und der ursprüngliche Anlagebetrag kann nicht garantiert werden.

Nicht alle Smart-Beta-Strategien sind gleich. Hier erfahren Sie, wie Sie sich in dem Universum zurechtfinden können und eine Strategie finden, die zu Ihren Zielsetzungen passt.

Das in Smart-Beta-Strategien angelegte Vermögen ist enorm gewachsen. Deshalb überrascht es nicht, dass sich die Zahl der Strategien vervielfacht hat.1

Angesichts des zunehmend überlaufenen Marktes kann es jedoch schwierig sein, festzustellen, welche Strategien ihr Anlageziel am besten erreichen können. Unserer Meinung nach muss der Due-Diligence-Prozess aber nicht mühsam sein. Er kann nach drei grundsätzlichen Dimensionen strukturiert werden: Ziel, Engagement und Anbieter.

1. Quelle: BlackRock, SimFund ETP, per 30. April 2017

Ziel | Engagement | Anbieter


1) Zweck

Um zu entscheiden, welche Smart-Beta-Strategien sie verwenden sollten, müssen sich die Anleger zuerst darüber im Klaren sein, was sie mit ihnen erreichen möchten. Dabei sollten sie überlegen, welches Anlageergebnis sie erreichen möchten, und ob die Allokation für taktische oder strategische Zwecke verwendet werden soll.

2) Engagement

Faktoren stehen im Zentrum von Smart-Beta-Strategien. Deshalb müssen die Anleger die Arten von Faktoren verstehen, auf die eine Smart-Beta-Strategie ausgelegt sein könnte, ebenso wie die Methode, die zur Erreichung dieses Engagements verwendet wird.

  • Nachweise: Stützt sich die gewählte Anlagestrategie auf robuste akademische Untersuchungen, die belegen, dass der Faktor in der Vergangenheit ein dauerhafter Treiber von Erträgen war?
  • Kennzahlen: Definiert die gewählte Anlagemethode Faktoren in einer Weise, die zum Ziel der Strategie passt? Zum Beispiel könnte eine Methode Kennzahlen verwenden, die die Fähigkeit zur konstanten Erreichung des Ziels im Laufe der Zeit stärken oder schwächen könnten.
  • Risiken: Bringt die Methode unbeabsichtigte Risiken ins Portfolio, wie etwa dauerhafte Über- oder Untergewichtungen in bestimmten Sektoren, welche die Performance belasten könnten?
  • Neugewichtung: Ist die Häufigkeit der Neugewichtung darauf ausgelegt, das erwartete Faktor-Engagement aufrechtzuerhalten, zugleich aber die Transaktionskosten zu begrenzen?

3) Anbieter

Der Anbieter sollte ein Investmentpartner für seine Anleger sein und Performance- und Risikobeurteilungen von Kundenportfolios vor und nach der Implementierung eines Produkts anbieten. Ausserdem sollten Anleger die Erfolgsbilanz des Produktanbieters, seine Kompetenzen in puncto Risikomanagement und Analyse sowie seine Fähigkeit prüfen, mit dem Endkunden zusammenzuarbeiten. Durch die Beurteilung von regulatorischen Risiken, der Performance und des Faktors können sich Anleger vergewissern, dass das Smart-Beta-Produkt die beabsichtigten Anlageergebnisse erzielt.