Risiko für Ihr Kapital. Alle Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Deshalb können der Wert einer Anlage und die mit ihr erzielten Erträge schwanken, und der ursprüngliche Anlagebetrag wird nicht garantiert. Alle Daten im folgenden Dokument stammen von Bloomberg, Markit, BlackRock und sind, soweit nicht anders angegeben, per April 2019 korrekt.

US-Aktien
Europäische Aktien
Japanische Aktien
Schwellenländer
Obligationen
Rohstoffe

US-Aktien

Das Wachstum des US-BIP und der Unternehmensgewinne hat sich verlangsamt. Dennoch bleibt das Land unseres Erachtens bei beiden Aspekten führend. Dies untermauert unsere Präferenz für US-Aktien gegenüber Werten anderer Industrieländer. Unser Makro-GPS deutet auf ein reales BIP-Wachstum von rund 2,5% in den USA hin – etwas über den Konsenserwartungen.

Im 4. Quartal verlangsamte sich das durchschnittliche Gewinnwachstum der Unternehmen im S&P 500 auf 12,3%. Damit liegt es aber immer noch weit über der Wachstumsrate der Eurozone (-6,1%). 2019 könnte es zwar durchaus zu einer Gewinnrezession kommen, die von den USA ausgeht. Doch die Messlatte wurde im letzten Jahr sehr hoch gelegt, da die Unternehmenssteuersenkung in den USA das Gewinnwachstum anheizte.

Die Tendenz zu Qualitätsfaktoren – Unternehmen mit soliden Bilanzen und hohen freien Cashflows – macht US-Aktien ebenfalls relativ attraktiv. Wir bevorzugen insbesondere US-Gesundheits- und Technologieunternehmen, die sich durch ihre Qualitätsmerkmale auszeichnen. US-Technologieunternehmen wiesen in den letzten fünf Jahren auch höhere Gewinnmargen und ein stärkeres Umsatzwachstum aus als der breitere Markt – bei einer erheblich geringeren Verschuldung.

Europäische Aktien

Europäische Aktien liessen in diesem Jahr Anzeichen der Erholung erkennen. Die Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) stützt die Stimmung, während die Erwartungen gedämpft sind. Damit liegt die Messlatte recht niedrig, sodass positive Meldungen die Kurse in die Höhe treiben könnten.

Der europäische Markt weist jedoch eine Tendenz zum Value-Faktor auf – der in spätzyklischen Phasen und in Rezessionsphasen meist schlechter abschneidet – und wir erkennen kaum Impulse für eine nachhaltige Verbesserung der Performance. Deshalb bleiben wir in europäischen Aktien untergewichtet.

Japanische Aktien

Lockerungsmassnahmen der Bank of Japan (BoJ) sorgten in diesem Jahr für eine gewisse Unterstützung der japanischen Aktien. Die Anzeichen für eine Belebung des Wachstums und der Inflation sind zwar ermutigend, aber immer noch zaghaft. Der japanische Markt tendiert wie der europäische etwas zum Value-Faktor, der sich in der Vergangenheit in spätzyklischen und Rezessionsphasen schwächer entwickelte. Ein bedeutendes Risiko ist auch die Unsicherheit über die Gewinne.

Ohne Impulse für eine nachhaltige Rally beurteilen wir japanische Aktien weiter neutral.

Schwellenländer

Nach einem schwierigen Jahr 2018 profitierten Schwellenländerobligationen im bisherigen Jahresverlauf von der vorteilhaften makroökonomischen Lage. Wir stufen Schwellenländerobligationen in absoluter und relativer Hinsicht als attraktiv ein.

Die Spreads gegenüber Investment-Grade-Obligationen haben sich verengt, sind aber im Vergleich zu den letzten Jahren immer noch relativ weit. Die Bewertungen sind ebenfalls einigermassen vernünftig, nachdem sich Schwellenländerobligationen im letzten Jahr aufgrund der restriktiveren Finanzierungsbedingungen recht schwach entwickelt hatten.

In diesem Jahr lassen die Belastungen nach, unter denen Schwellenländerobligationen im Jahr 2018 litten. Die Fed wird zumindest in der ersten Jahreshälfte pausieren. Dies dämpft die Stärke des US-Dollars. Im 1. Quartal betrugen die vierteljährlichen Zuflüsse in ETPs für Schwellenländerobligationen weltweit insgesamt 9,7 Mrd. USD – das höchste je verzeichnete Quartalsergebnis.

Nachdem sich die Zuflüsse im Grossteil des Jahres gleichmässig auf Hart- und Lokalwährungsobligationen verteilt hatten, tendieren sie jetzt allmählich zu letzteren. Da die US-Dollar-Stärke nachlässt, haben wir keine klare Präferenz für Hart- oder Lokalwährungswerte.

Obligationen

Festverzinsliche Anlagen waren im bisherigen Jahresverlauf sehr gefragt: Die Anlageklasse zog 60% (62,2 Mrd. USD) der Zuflüsse in globale ETPs an. 2018 waren es erst 25%. Auf Unternehmensobligationen mit Investment-Grade-Rating (IG) entfielen in diesem Jahr mehr Zuflüsse – insgesamt 23,7 Mrd. USD – als auf jede andere festverzinsliche Kategorie. Die Zuflüsse in US-Treasuries sind dagegen deutlich zurückgegangen – von 28 Mrd. USD im 4. Quartal auf 6,4 Mrd. USD seit Jahresbeginn.

Inflationsgebundene Obligationen bieten unserer Meinung nach wieder Wertsteigerungspotenzial, da die Inflationserwartungen mittlerweile recht gedämpft sind. Angesichts der moderaten Wende der Fed und der jüngsten Andeutungen, dass sie einen Anstieg der Inflation über ihr 2%-Ziel zulassen werde – zumindest vorübergehend – sehen wir inflationsgeschützte US-Staatsobligationen (TIPS) als attraktiv an. Die US-Wirtschaft schwächt sich zwar ab, wächst aber immer noch. Dies macht TIPS ebenfalls zu einer interessanten Alternative zu Nominalobligationen, die bei einem Anstieg der Inflation unter Druck geraten könnten.

Die Pause der Fed-Aktivitäten ist zwar eine Reaktion auf die Abschwächung der Konjunkturdaten (einschliesslich der Inflationsraten). TIPS sind aber auch gut aufgestellt, wenn sich die US-Wirtschaft besser entwickeln sollte als erwartet: Dank ihrer Inflationsanbindung würden sie von höheren Inflationserwartungen profitieren.

In dieser Phase des Konjunkturzyklus setzen wir in Portfolios auf eine höhere Qualität. Dies passt zu unserer Präferenz für IG-Obligationen bei einer insgesamt neutralen Einschätzung von festverzinslichen Anlagen. In den USA kommen die soliden Fundamentaldaten IG-Obligationen zugute. Doch in der Eurozone wurde das früher im Jahr festgestellte relative Wertpotenzial im BBB-Segment offenbar ausgeglichen. Wir ziehen IG-Werte nach wie vor gegenüber Hochzinsobligationen vor, vor allem in den USA. Bei letzteren droht eine Wachstumsverlangsamung.

Rohstoffe

Diversifikation ist eine entscheidende Komponente für die Widerstandsfähigkeit eines Portfolios, und die Rückkehr der negativen Korrelation zwischen Aktien bedeutet, dass festverzinsliche Anlagen hier erneut eine Rolle spielen können.

Edelmetalle – vor allem Gold und Silber – sehen wir ebenfalls als effektive Diversifikatoren an. Sie weisen eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen auf und gelten als Zufluchtsanlagen.

Dieses Material sollte nicht als Prognose, Research oder Anlageberatung aufgefasst werden. Es handelt sich nicht um eine Empfehlung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten jeglicher Art oder zur Auswahl einer Anlagestrategie.

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